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- Schmetterlings-Hotel,
Mut zu etwas mehr Wildnis im Garten wird durch Schmetterlinge belohnt

 

 

Wenn Pflanzen „fettsüchtig“ werden

 

(pp).- Kunstdünger, also zum Beispiel Blaukorn, ist nicht giftig. Er ist ebenso wenig giftig wie Hamburger giftig sind. Doch wie die Macs von McDonalds, Burger King & Co. die Entwicklung zur Fettsucht unterstützen, so ist auch Kunstdünger die falsche Form von Nahrung und führt bei Pflanzen zu Zivilisationskrankheiten. Wie das kommt? Im Laufe der Erdentwicklung haben Pflanzen und Bodenlebewesen zu einer gemeinsamen Sprache gefunden, die von den Pflanzen gesteuert wird. Je nachdem, welchen Nahrungsbedarf sie haben, scheiden sie verschiedene Zuckerarten (Kohlehydrate) aus ihren Wurzeln aus. Die Bodenlebenwesen wittern diese Lockstoffe, arbeiten sich durch den Boden an sie heran und fressen sie. Gleichzeitig scheiden sie genau die Nährstoffe aus, die die Pflanzen momentan brauchen. Was hier verkürzt dargestellt ist, ist ein hochkomplizierter Wechselprozess, der durch Kunstdünger gestört bzw. unterbrochen wird. Die Pflanze „verstummt“, weil sie dann Nahrung im Überfluss hat. Zugleich werden die Bodenlebewesen nicht mehr ernährt, schließlich ausgehungert und zusätzlich durch den Dünger sowie eventuelle Pflanzenschutzmittel beeinträchtigt. Die Pflanze kann nun zwar schneller wachsen, wird aber auch anfälliger gegenüber Schädlingen und entwickelt Zivilisationskrankheiten. Dann muss letzten Endes gespritzt werden.

 

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Schmetterlings-Hotel
Mut zu etwas mehr Wildnis im Garten wird durch Schmetterlinge belohnt

 

(pp).- Ein Sommer ohne Schmetterlinge? Vielleicht bald traurige Wirklichkeit. Mittlerweile sind 60 Prozent aller Falterarten auf der Roten Liste der gefährdeten Arten zu finden, so dass die meisten Arten unter Naturschutz stehen. Dabei kann sich mit wenig Mühe der eigene Garten in ein Schmetterlings-Hotel verwandeln.

Pünktlich mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen sind auch Schmetterlinge unterwegs. Sie heißen Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Zitronen- oder Distelfalter und sind willkommene Gäste in unseren Gärten. „Wenn wir sie mit süßem, energiereichem Nektar versorgen, kommen sie besondern gern“, sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Wer jetzt bei der Gartenarbeit an Schmetterlinge denkt, versorgt gleichzeitig nützliche Insekten, Vögel und andere heimische Wildtiere mit Nahrung und Deckung.“ Um den tierischen Gästen im Garten etwas zu bieten, heißt jetzt die Devise: Futter für die Falter säen und pflanzen!
 
Bunte Schmetterlinge und Insekten schätzen beispielsweise das Blaukissen, aber auch Lavendel, Verbene, Eisenkraut, Gold-Akelei, Fette Henne, Herbstaster oder Majoran und vor allem den Sommerflieder, der deshalb auch als Schmetterlingsstrauch bezeichnet wird. Ein wildtierfreundlicher Garten ist artenreich bepflanzt. „Brennnesseln sind nur bei Menschen unbeliebt. Für Schmetterlingsraupen sind sie die perfekte Futterpflanze“, sagt Radow. Wo es Insekten gibt, sind auch Singvögel nicht weit. „Um es vielen Tieren recht zu machen, braucht man im Garten nur Mut zu ein bisschen mehr Wildnis.“
 
 

Heimische Stauden und Pflanzen sind exotischen Arten vorzuziehen. Um tierisches Leben in den Garten zu locken, gibt es fünf goldene Gärtner-Gebote: heimische Pflanzen und Samen nutzen, ein Stückchen Garten verwildern lassen, biologisch gärtnern, indem man auf Chemie möglichst verzichtet, Hecken anlegen und Versteckmöglichkeiten für Insekten schaffen. Deshalb hat die Deutsche Wildtier Stiftung das „Schmetterlings-Hotel“ konstruiert (www.DeutscheWildtierStiftung.de). „Es ist nicht nur ein Quartier für Falter, sondern auch für beliebte Blattlausvertilger wie die Florfliege und den Marienkäfer.“

 
 

Bobby Langer

 

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Fies nützlich – die Schlupfwespe
Das winzige Insekt hilft im Hausgarten und im Haushalt

 

(pp).- Lebensmittel-Motten, Lauchmotten, Blattläuse, Weiße Fliege, Apfel- oder Pflaumenwickler - sie alle machen uns das Leben schwer und lassen nach dem Chemiespray schielen. Doch die Natur hat uns ein winziges Insekt als Helfer zur Verfügung gestellt, das im ökologischen Erwerbsgartenbau seit langem mit Erfolg eingesetzt wird: die Schlupfwespe.

 

Die Insekten, die oft kleiner als ein Millimeter sind (manche aber auch mehrere Zentimeter groß) und von denen es je nach Einsatzzweck unterschiedliche Arten gibt, haben anstelle eines Giftstachels einen Legebohrer am Hinterleib. Schlupfwespen gehen immer auf die gleiche Weise vor, die uns fies erscheint: Sie suchen sich ein Wirtstier oder dessen Ei, also zum Beispiel eine Blattlaus, stechen ihr mit dem Legestachel ein winziges Loch in den Leib, legen ein Ei hinein und suchen sich die nächste Laus. Sobald die junge Schlupfwespenlarve in der Blattlaus das Ei verlassen hat, frisst sie ihren Wirt von innen her auf. Dabei geht sie sehr systematisch vor, denn der Wirt soll möglichst lange am Leben bleiben und den Eindringling auf diese Weise schützen. Zunächst vernascht die Larve die Fettreserven des Wirts, dann die nicht lebenswichtigen Organe und erst zum Schluss, wenn die Larve beinahe ausgewachsen ist, frisst sie die lebenswichtigen Organe und verpuppt sich. Aus dem ausgehöhlten Wirt schlüpft schließlich die „erwachsene“ Schlupfwespe und sucht sich weitere Blattläuse für ihre Nachkommen - zum Nutzen des Gärtners.

 

Schlupfwespen kommen im Freiland überall vor, wo auch ihre Wirte leben, es sei denn, sie werden durch Insektizide abgetötet. Umgekehrt lassen sich aber auch Schlupfwespen direkt im Freiland ausbringen, so dass ihr hilfreiches Wirken nicht dem Zufall überlassen bleibt. Entsprechende Angebote sind im Versandhandel überall erhältlich. Biogärtner unterstützen sie durch geeignete Unterschlupfmöglichkeiten wie zum Beispiel Trockenmauern und Steinhaufen sowie Laub- und Reisighaufen. Schlupfwespen fördernde Strukturen im Garten sind Hecken, ein kleines Brennnesseleck und die Zwischenpflanzung von Doldengewächsen wie Kümmel, Anis, Koriander, Dill oder Liebstöckel. Unter www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/garten_allgemein bietet die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau das Dokument „Bezugsquellen für Nützlinge“.

 

Bobby Langer

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