Willkommen im Bobbyversum
- gurufreie Zone -

INHALT

- Cystus - stärker als Rotwein

- Chronische Rückenschmerzen nachhaltig lindern

- Krebsmedikament aus dem Garten

- Nur keine Panik (Angststörungen)

 

Nur keine Panik?

 

Angststörungen sind weit verbreitet und werden häufig mit Herzbeschwerden verwechselt

 

Angst01_S.-Hofschlaeger_pixelio.de(pp).- „Nur keine Panik!“ Das ist leicht gesagt, aber ein Rat, mit dem viele nichts anfangen können. Wer zum Beispiel vergewaltigt wurde, für den kann schon eine unerwünschte Berührung Panikgefühle auslösen. Andere können sich ohne Panik nicht mehr hinter ein Steuerrad setzen, weil sie in einen schweren Verkehrsunfall gerieten. Selbst Wespen am Frühstückstisch können solche unkontrollierbaren Angstzustände in Gang setzen, bei denen die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, besonnen zu reagieren.

 

Schwere Panik hat typische Symptome: schwerer Atem, Herzrasen, Schweißausbrüche, Gefühl der Hilflosigkeit und Angst, verrückt zu werden, Erstickungsgefühl, im Extremfall Todesangst. Solche Panikattacken sind gar nicht so selten. 16 Prozent der Bevölkerung, also etwa jeder fünfte, gibt an, schon einmal ein derart starkes Angstgefühl erlebt zu haben. Es tritt bei Frauen etwa doppelt so häufig auf wie bei Männern und entsteht besonders leicht, wenn eine Partnerschaft auseinander ging. Ein Gefühl von Panik ist also etwas Normales, wenn es in einer Krise oder einer gefährlichen Situation auftaucht. Die Grenze zur Panikstörung ist allerdings dann überschritten, wenn keine objektiv erkennbare Gefahr vorhanden ist. Solche Panikstörungen bzw. Angsterkrankungen treten heute immer häufiger auf, weil der Druck, sich beweisen zu müssen, am Arbeitsplatz, oft aber auch in der Freizeit, immer mehr zunimmt.

 

Besonders panikgefährdet sind Menschen, die Änderungen nicht als Herausforderungen, sondern als Gefahr wahrnehmen, und Perfektionisten, die nicht akzeptieren können, dass ihr Körper auch einmal anders funktioniert als vorgesehen. Dazu gehört ebenfalls, aufkommende Ängste auch in scheinbar unbedeutenden Situationen zuzulassen; denn nur dann können sie wieder abklingen. Angstsensibilität scheint nur zu einem kleinen Teil angeboren zu sein und hängt in hohem Maß von der Situation im Elternhaus ab. Eltern, die einem beibringen, dass das Leben voller Gefahren steckt, erziehen ihren Kindern Ängste an. Andererseits ist jemand, der als Kind Ängste haben und ausleben durfte, in der Regel weniger angstsensibel als jemand, der immer stark sein sollte.

 

Angst02_by_sabine-koriath_pixelio.deDa man unterdrückte Ängste zunächst nicht wahrnimmt, werden Panikstörungen häufig mit Herzproblemen verwechselt. Unabhängig davon gelten körperliche Probleme als „normal“, seelische als „verrückt“. Ein solches Stigma wollen viele unter allen Umständen vermeiden. Findet dann der Arzt keine physische Ursache, hält der Patient ihn für einen schlechten Arzt und wechselt zum nächsten Spezialisten. So können Jahre vergehen, bis man sich die psychische Ursache eingesteht und diese behandeln kann. Dann ist Heilung „nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich“, so Jürgen Hoyer, Professor für Psychologie an der TU Dresden. Am wirkungsvollsten ist eine so genannte kognitive Verhaltenstherapie, wobei der Patient lernt, mit Panikattacken ohne angstdämpfende Medikamente sinnvoll umzugehen. Denn nicht die Angst ist das Problem, sondern die Angst vor der Angst.

 
 

Hilfe bei Angststörungen

 

(pp).- Bei Angststörungen kann man sich an folgende Adressen wenden:

 

- Münchner Angst-Selbsthilfe, Tel.: 089-51 55 53-0, www.daz-zeitschrift.de

 

- Deutsche Angst-Selbsthilfe, Tel.: 089-51 55 53-15 sowie 02131-463847, www.panik-attacken.de (mit ausführlichem Selbsthilfeteil)

 

- Internetforum www.psychic.de

 

- Selbsthilfegruppen generell: Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (030-31 01 89 60, www.nakos.de)

 
 

Selbsthilfeübung

 

(pp).- Generell helfen Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation und Yoga. Eine einfache Entspannungstechnik, die so genannte Spontanentspannung, kann einem auch schon kurzfristig helfen, über die ersten Angstklippen hinwegzukommen. Da Atmung und Herzschlag aneinander gekoppelt sind, bewirkt eine Atemberuhigung auch eine Besänftigung der Gesamtsituation:

 

- Atmen Sie tief ein und ohne den Atem anzuhalten langsam wieder aus. Halten Sie nun Ihren Atem so lange an, wie es für Sie noch angenehm ist. In der Regel sind das sechs bis zehn Sekunden. Wiederholen Sie diese Atemübung mindestens zwei Minuten, auf jeden Fall aber so lange, bis Sie deutlich entspannter sind.

 
 

Angststörungen

 

Angst03_by_Stephan-B._pixelio.de(pp).- Unrealistische bzw. übermäßig ausgeprägte Angst wird generell als Angststörung bezeichnet. Hierbei unterscheidet man

 

- Phobien: unbegründete, anhaltende und kaum oder nicht bewältigbare Ängste vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen. Das kann Prüfungsangst sein, die Angst vor Spinnen oder Mäusen, einem engen Aufzug oder dem Zahnarzt.

 

- Panikstörungen: plötzliche Angstanfälle mit extremer körperlicher Angstreaktion aus scheinbar heiterem Himmel. Besserung geschieht parallel zum Adrenalinabbau nach etwa 15 bis 20 Minuten. Panikstörungen können mit monatelangen, angstfreien Perioden abwechseln, in denen man Angst vor der nächsten Panik hat.

 

- Generalisierte Angststörungen: anhaltende Angst, die man unabhängig von den Umgebungsbedingungen empfindet. Menschen mit diesem Krankheitsbild machen sich generell und übertrieben Sorgen, die sich auch nicht durch andere Gedanken beiseite schieben lassen.

 

Bobby Langer

(Copyright press-partners)

 

Quellen: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften; emotion; psychiatriegespraech.de; Uni Düsseldorf; Uni Göttingen; wikipedia

Fotos1-3: S.-Hofschlaeger_pixelio.de, sabine-koriath_pixelio.de, Stephan-B._pixelio.de

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Krebsmedikament aus dem Garten

 

Sulforaphan, in vielen Gemüsearten enthalten, hilft bei der Krebsvorsorge und Krebsbehandlung

 

(pp).- „Nur essen musst Du es noch!“, möchte man ausrufen. Denn Sulforaphan ist ein potentes Heilmittel. Man kauft es nicht in der Apotheke ein, obwohl es das dort selbstredend auch gibt, sondern holt es sich aus der Gemüseabteilung. Noch besser, weil frischer: aus dem eigenen Bio-Garten.

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Sulforaphan, ein scharf schmeckendes Senföl, findet sich vor allem in den Kreuzblütengewächsen. Das sind zum Beispiel Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Radieschen und Rettich, Weißkohl, Rotkohl, Kohlrabi, Meerrettich, Rucola, Kresse, Kapuzinerkresse, Kapern und Senf. Sie alle produzieren den sekundären Pflanzenstoff als Abwehrmittel gegen Fraßfeinde.

 

Erstmals wurde diese starke Antioxidantie 1992 von Dr. Paul Talalay an der John Hopkins Universität in Baltimore/USA aus Brokkoli isoliert und beschrieben. Im Vergleich zu Vitamin C oder E, ebenfalls wirkungsvoll im Kampf gegen freie Radikale, hat Sulforaphan einen entscheidenden Vorteil. Während sich die Vitamine „an der Front“ verbrauchen und deshalb ständig neu konsumiert werden müssen, hält sich Sulforaphan klug im Hintergrund. Statt selbst tätig zu werden, aktiviert es die körpereigenen Phase-II-Entgiftungsenzyme in der Leber. Diese neutralisieren daraufhin die krebserregenden freien Radikale, während das Sulforaphan noch ein paar Tage als Aktivator in der Leber bleibt.

 

Doch nicht nur im vorbeugenden Kampf wird das clevere Senföl aktiv, sondern auch in der direkten Auseinandersetzung mit Krebszellen, sogar im fortgeschrittenen Stadium. Seine Wirkung entfaltet der Naturstoff, indem er fadenartige Proteine, die so genannten Mikrotubuli der Krebszelle, zerstört. Ergebnis: Die Krebszelle kann sich nicht mehr teilen. Untersucht und belegt wurde dies bei Leukämie, Prostatakrebs und schwarzem Hautkrebs, in Tierversuchen bei Lungenkrebs. Auch bei Magengeschwüren und Magenkrebs wirkt Sulforaphan heilsam, da es das auslösende Bakterium Helicobacter pylori bekämpft und gleichzeitig die Tumorbildung blockiert. Ein auf Sulforaphan basierendes Medikament wird inzwischen bei Leber-, Nierenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgreich eingesetzt. Besonders der Einsatz bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist von großer Bedeutung, da sich hier Krebszellen klassischen Chemotherapien und Bestrahlungen widersetzen. Der Nachteil: Die pharmazeutische Wirkung funktioniert nur beim Ersteinsatz. Bilden sich neue Krebszellen, so sind diese immun - es sei denn, die Therapie wird durch Sulforaphan aus Brokkoli ergänzt (funktioniert jedenfalls bei Mäusen). Eine spannende Nebenwirkung von ausgeprägtem Kohlgemüseverzehr ist ein deutlich geringeres Risiko, an Arthritis zu erkranken. Dies ergab eine Studie der Universität East Anglia. Sulforaphan scheint nämlich die Funktion von Enzymen blockieren zu können, die in Gelenken zu Entzündungen und Schmerzen führen.

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Die Gemüseart, bei der die Sulforaphan-Quelle am stärksten sprudelt, ist Brokkoli und noch besser: frische Brokkoli-Sprossen. Sie enthalten zehn- bis 100-mal mehr Sulforaphan als das Gemüse. Um es klar zu machen: 500 Gramm Brokkoli-Gemüse entspricht in Sachen Sulforaphan ca. einem Esslöffel Brokkoli-Sprossen. Je langsamer man sie kaut, desto mehr erhöht man seine Dosis, denn das Sulforaphan wird freigesetzt, wenn man lang genug auf den Zellwänden herumkaut. Zwei Esslöffel Brokkoli-Sprossen - möglichst aus biologischer Erzeugung - enthalten genügend Sulforaphan, um therapeutisch wirksam zu sein. Beim Einkauf von Brokkoli sollte man darauf achten, dass er möglichst frisch ist, da der Sulforaphananteil bei zunehmender Lagerungsdauer sinkt (im Zweifelsfall lieber Tiefkühlkost).

 

Bobby Langer

 

Copyright: press-partners

 

Foto1: wikipedia commons_David Monniaux
Foto2:
wikipedia commons

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Cystus - stärker als Rotwein

 

Die Zistrose entwickelt sich zum Star unter den Pflanzen der Volksmedizin und kann sogar Grippeviren bekämpfen

 

(pp).- Im Jahr 1999 kürte die Expertengruppe „Herba Historica“ der Universität Würzburg die grau behaarte Zistrose zur „Pflanze Europas 1999“. Seither ist Cystus wieder im Gespräch. Altbekannt ist sie uns als biblische Pflanze. Ihr Harz galt als so wertvoll, dass es zu den Gaben der Heiligen Drei Könige gehörte und dort Myrrhe genannt wurde.

 

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Üblicherweise ist heute Zistrosenharz als Labdanum oder Ladanum im Handel. Es hat einen angenehm aromatischen bis lieblichen Duft, wird als Rohstoff von der Parfümindustrie verwendet und gilt unter Räucherfans als wirksam gegen Erkältungen (und früher auch gegen die Pest). Die Vermutung wurde inzwischen wissenschaftlich erhärtet, womit Cystus zu den wenigen Pflanzen gehört, die nachweislich und wirkungsvoll gegen die typischen Herbst- und Wintererkrankungen einsetzbar sind.

 

80 Prozent Besserung bei Grippe

 

Versuche des Tübinger Instituts für Immunologie an Mäusen zeigten, dass Cystus-Vernebelungen aggressive Vireninfektionen vollständig verhindern konnten. Auch beim Menschen wirkt Cystus, wie an der Berliner Charité gezeigt werden konnte. Von 141 Grippepatienten zeigten 80 Prozent (!) nach der Behandlung mit Zistrosenrosenextrakt eine deutliche Besserung. Cystus wirkt aber keineswegs nur als Harz. Das Ahrensburger LEFO-Institut konnte zeigen, dass Zistrosenblätter um ein Vielfaches mehr Polyphenole enthalten als Rotwein oder Grüntee - und zwar alle bisher in der Pflanzenwelt bekannten Polyphenole. Der Geschmack von Zistrosentee ist ungewöhnlich und wird meist als „sehr herb“ wahrgenommen. Dem kann man aber mit etwas Zitronensaft und Honig abhelfen. Cystustee bereitet man wie viele andere Tees zu: 1 TL Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen und drei bis fünf Minuten ziehen lassen. Anschließend in kleinen Schlucken trinken. Die Wirkungen dieses Tees sind vielfältig:

 

Polyphenole wirken nämlich als starke Antioxidantien, wehren also freie Sauerstoffradikale ab, die bei Stoffwechselvorgängen die Zellen unseres Organismus so stark schädigen können, dass möglicherweise Krebs entsteht. Erhöht wird die Produktion freier Radikale zum Beispiel durch chronischen Stress, aktives oder passives Rauchen und Strahlungsschäden infolge der schwindenden Ozonschicht. Das allein wäre schon eine Menge Nutzen, aber Polyphenole stabilisieren auch Herz und Kreislauf und beugen vermutlich generell einer schnellen Hautalterung vor.

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Antibiotikum ohne lebensfeindliche Wirkung

 

Das Genialste an der Zistrose aber ist ihre Fähigkeit, als Virenblocker ohne jede Nebenwirkung für den Organismus zu fungieren. Wissenschaftler des Instituts für Molekulare Virologie der Universität Münster haben herausgefunden, dass bestimmte Polyphenole der Zistrose Krankheitserreger umklammern und handlungsunfähig machen. Viren können sich dann nicht mehr mit Eiweiß an ihrem Opfer andocken. Vergleichbar ist dies mit einem Schlüssel, den man nicht mehr ins Schloss einführen kann, weil man ihn mit Tesa umwickelt hat. Das Tesa der Zystrose sind ihre Polyphenole.

 

Damit wirkt Cystus als ein Antibiotikum, ohne lebende Zellen tatsächlich anzugreifen. Es lässt die Viren sozusagen am ausgestreckten Arm verhungern. Die Viren können nicht mehr in Körperzellen schlüpfen und sich dort fürs Immunsystem unsichtbar machen. Und noch einen zweiten, kaum zu überschätzenden Vorteil hat dieser nicht pharmakologische, sondern physikalisch-mechanische Effekt: Viren können dagegen nicht resistent werden. Das Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung an der Universität Münster schreibt: „Während die derzeit zur Verfügung stehenden anti-Influenza Medikamente direkt virale Proteine angreifen und eine primäre Infektion von Zellen nicht verhindern können, hat Cystus 052 die Eigenschaft, durch chemisch/physikalische Interaktionen das Virus unspezifisch zu blockieren und damit die Infektion von Zellen zu verhindern.“

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Infektblocker für Mund und Nase

 

Kein Wunder also, dass sich Cystus als regelrechter Infektblocker erwiesen hat. Prof. Dr. Dr. Holger Kiesewetter von der Charité Berlin rät in der Erkältungs- und Grippezeit zwar grundsätzlich dazu, sich häufig die Hände zu waschen, um Erreger nicht versehentlich an die Schleimhäute von Mund und Nase zu führen, fährt dann aber im Interview fort: „Wir konnten an der Charité - Universitätsmedizin Berlin ... belegen, dass das Lutschen von Tabletten aus dem Extrakt einer speziellen Zistrose sowohl vor Infektionen mit Erkältungserregern schützt als auch typische Erkältungsbeschwerden verringert.“ Die Blockadewirkung des Extrakts Cystus 052 bewirke, dass die Erreger im Mund- und Rachenraum nicht andocken können, sondern von der Magensäure unschädlich gemacht werden. Eine vergleichbare Wirkung würden Zistrosen-Inhalationen oder -Nasenduschen auf der Nasenschleimhaut entfalten. Alle Anwendungen, so Kiesewetter, seien auch in der Schwangerschaft möglich und könnten „Komplikationen bei Mutter oder Kind vermeiden“.

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Der Cystus-Sud

 

(pp).- Der besonders intensive Cystus-Sud aus Zistrosenblättern kann auch innerlich - in Schnapsglasmengen - eingenommen werden und hilft dann zum Beispiel bei Magen- Darmbeschwerden oder Candida-Pilzen bzw. unterstützt äußere Anwendungen. Äußerlich wird der Sud für Sitzbäder genutzt, aber auch zum Haut- und Wundschutz in Vollbädern, sogar bei Säuglingen. Man kann den Sud aber auch zur Hautpflege (Akne) nutzen, als Mundwasser oder als Desodorant. In einer Anwendungsstudie mit Neurodermitiskindern zeigten zwei Drittel der Kinder eine deutliche Linderung der Symptome nach regelmäßigen Cystus-Waschungen.

 

Der Sud wird folgendermaßen hergestellt: Geben Sie etwa zehn Gramm Teekraut in einen Topf mit Wasser. Für einen starken Sud kochen Sie die Blätter lediglich mit einer Tasse Wasser, für einen leichten Sud kann es auch ein Liter sein. Bringen Sie das Wasser zum Kochen und köcheln Sie den Absud drei bis fünf Minuten.

 

Bobby Langer

 

September 2010

(Copyright press-partners)

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Chronische Rückenschmerzen nachhaltig lindern

 

Wissenschaftliche Anerkennung der Universitäten Southampton und Bristol für Alexander-Technik

 

(pp).- Die aufrechte, selbstbewusste Körperhaltung von Paul McCartney erscheint einem ganz natürlich - genauso wie diese bei der englischen Queen Mum immer bewundert wurde. Wer Leichtigkeit und gleichzeitig Standhaftigkeit ausstrahlt, ist erfolgreicher und fühlt sich einfach von innen heraus frischer.

 

Das Geheimnis hinter Paul McCartney, Queen Mum und vielen anderen Prominenten heißt „Alexander-Technik“ und wurde bisher vornehmlich in den USA und England unterrichtet. Dabei entstanden die Grundzüge dieser von dem Schauspieler Frederick Matthias Alexander entwickelten Technik bereits vor über 70 Jahren.

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Anders als viele „alternative“ Behandlungsverfahren muss die Alexander-Technik die wissenschaftliche Untersuchung und Bewertung nicht scheuen, ist aber gleichwohl in Deutschland angesichts ihrer enormen therapeutischen Möglichkeiten noch relativ wenig bekannt. Welche Chancen in dem ganzheitlichen Verfahren stecken, untersuchten die englischen Universitäten Southampton und Bristol an 579 Patienten - mit letztlich sensationellem Ergebnis: Nach 24 Unterrichtsstunden Alexander-Technik verringerte sich die Zahl der monatlichen Schmerztage um 86 Prozent; nur mehr drei statt 21 Schmerztage im Monat, eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit (Verminderung der Tätigkeitseinschränkungen um 42 Prozent) und mehr Lebensqualität bei Patienten mit chronischen oder immer wieder auftretenden Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich. Nach einem Jahr waren die Patienten noch gleichermaßen schmerzfrei und leistungsfähig. Bei der Kontrollgruppe, welche die allgemeinmedizinische Behandlung erhalten hatte, gab es hingegen keine nennenswerten positiven Veränderungen. Lediglich eine Kontrollgruppe, die sechs Massage-Einheiten mit einem Bewegungsprogramm kombinierte, konnte die Schmerztage um 33 Prozent verringern, allerdings ohne Langzeiteffekt nach einem Jahr. Professor Paul Little, Leiter des britischen Forscherteams, bezeichnete deshalb das Ergebnis der Studie als „bedeutenden Fortschritt in der Behandlung chronischer Rückenschmerzen.“

 

Die grundsätzliche Überlegung, die hinter der Alexander-Technik steht, ist leicht nachzuvollziehen und kann man an sich selbst überprüfen: Stellen Sie sich einmal nur 15 Minuten lang in falscher Körperhaltung in Ihr Wohnzimmer und bewegen Sie sich nicht. So gut wie allen Menschen tut spätestens dann der Rücken weh. Ein Großteil der Rückenschmerzen, an denen wir leiden, so die Überlegung des Australiers Frederick Matthias Alexander, hängt nicht mit körperlich angeborenen Fehlern unseres Knochenbaus zusammen, sondern mit falschen Bewegungs- und Verhaltensmustern. Lernt der Patient, diese ungünstigen Gewohnheiten abzubauen, bessern sich auch seine chronischen Beschwerden.

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Die Alexander-Technik in der Praxis

 

(pp).- Die Ausbildung zum Lehrer in Alexander-Technik ist sehr gründlich und umfasst 1.600 Stunden Der Lehrer leitet seine Klienten an, erhöhte Muskelspannungen zu mindern, Koordination und Gleichgewicht sowie Bewegungsabläufe zu verbessern. Dabei überprüft er ständig den gewohnheitsmäßigen Gebrauch des gesamten Bewegungsapparates. Die Unterrichtsstunden sind nicht standardisiert, sondern richten sich nach den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Klienten. Auftretende Schwierigkeiten werden besprochen und bearbeitet.

 

Anfänglich handelt es sich dabei um Stehen, Sitzen oder Bewegen der Arme. Später werden komplexere Bewegungsabläufe wie Aufstehen vom Sitzen zum Stehen und umgekehrt, Gehen, Treppesteigen oder Sprechen eintrainiert. Schließlich ergänzen weitere im Alltag übliche Bewegungsabläufe oder spezielle Aktivitäten den Unterricht, je nach persönlichem Interesse wie beispielsweise Spielen eines Musikinstrumentes, Schreiben am Tisch oder Arbeiten am Computer.

 

Entscheidend dabei: Der Klient lernt, seinen Körper, seine Haltungen und seine Bewegungsabläufe selbst wahrzunehmen, einzuschätzen und zu korrigieren. Der Handkontakt des Lehrers hilft den Klienten:

 

- ihre Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie nötig ist
- sich ungewollter Kopf-, Hals- und Rückenspannungen bewusst zu werden und diese abzubauen
- eine unmittelbare Rückmeldung über ihr Tun zu erhalten

 

Weitere Infos und Adressen von Alexander-Technik-Lehrern finden sich unter www.alexander-technik.org

 

Bobby Langer

 

August 2010

(Copyright press-partners)

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