Willkommen im Bobbyversum
- gurufreie Zone -
 
 
 

Manches sollte man einfach mal gelesen bzw. gehört haben, um nicht sooooo naiv durch die Welt zu laufen, wie uns die Tagesschau gerne bleiben lässt ...
 
 
INHALT
 

 

 
 
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Was prägt uns, Wissen oder Erfahrung?

Der Mensch kommt nicht als „Schwein“ auf die Welt, befindet  Prof. Dr. Gerald Hüther (Leiter Zentralstelle Neurobiologische Präventionsforschung der Uni Göttingen,Mannheim/ Heidelberg). Er spricht auch über die enorme Bedeutung der Begeisterung für unsere Weiterentwicklung: „Wir haben kein hirntechnisches Problem, wir haben ein Begeisterungsproblem.“ Ein wunderbarer Vortrag, für den die Zeit zu nehmen sich lohnt. Und Eltern ist er sogar dringend zu empfehlen. Klick HIER.

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Wenn der Heilige Geist das Gehirn ausschaltet

Religiöse Autorität kann kritisches Denken lahm legen

(pp).- Bei manchen streng religiösen christlichen Gemeinden ist der Glaube verbreitet, der Heilige Geist könne besonders Begnadeten Heilkräfte verleihen. In ekstatischen Gottesdiensten kommt es dann immer wieder vor, dass die strenggläubigen Christen in Trance fallen und Gott spüren. Von den Betroffenen wird das in der Regel auch als Gottesbeweis empfunden und gewertet. Forscher der Universität Aarhus unter Studienleiter Uffe Schjødt wollten mit Hilfe von Gehirnscans überprüfen, was sich bei solchen Vorgängen im Gehirn tut.

Zu spannenden Ergebnissen kamen sie bei der Beobachtung des so genannten Frontallappens, wo die höheren kognitiven Funktionen sitzen. Diese an der Stirnseite gelegene Hirnregion hilft uns, Fehler zu erkennen, Informationen zu bewerten und Handlungen geänderten Umständen anzupassen. Es zeigte sich, dass die Anwesenheit Gottes von den Versuchspersonen um so intensiver gespürt wurde, je stärker Teile des Präfrontalkortex (ein Teil des Frontallappens) lahm gelegt waren.

Theoretisch spricht dies nicht gegen die Gotteswahrnehmung, denn diese könnte ja durch den Frontallappen behindert, gestört oder unterbrochen sein. Doch die Versuchsanordnung schaltet eine solche Alternative aus. Die jeweils 20 Probanden - einmal nicht Religiöse, einmal fundamental Gläubige - hatten mitgeteilt bekommen, die Fürbitten auf Band seien Gebete, die mal von einem Ungläubigen, mal von einem normalen Gemeindemitglied oder mal von einem Heiler gesprochen wurden (in Wirklichkeit stammten alle Gebete von „normalen“ Christen). Abgeschaltet wurden die Funktionen des Frontallappens aber nur dann, wenn die Gläubigen der Meinung waren, es handele sich um einen Heiler. In allen anderen Fällen änderte sich die Gehirnfunktion nicht. Die vermeinte Anwesenheit Gottes war also abhängig von dem Glauben, es mit einer religiösen Autorität zu tun zu haben.

Spannende Randbemerkung: Nicht nur der Glaube an religiöse Autoritäten kann das kritische Denken ausschalten, sondern auch der Glaube an das höhere Wissen eines Finanzexperten.

Bobby Langer

Copyright: press-partners

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- z.B. die Erklärung von 255 US-Wissenschaftlern, unter ihnen 11 Nobelpreisträger, zum Klimawandel, den sie in der führenden wissenschaftlichen Fachzeitschrift Science veröffentlicht haben:

DER KLIMAWANDEL UND DIE INTEGRITÄT DER WISSENSCHAFT

Wir sind tief beunruhigt wegen der jüngsten Eskalation politischer Angriffe auf die Wissenschaft im Allgemeinen und auf die Klimawissenschaftler im Besonderen. Alle Bürger sollten einige grundsätzliche, wissenschaftlichen Fakten verstehen. Unsicherheiten sind Bestandteil wissenschaftlicher Aussagen, Wissenschaft kann niemals irgendetwas beweisen. Wenn jemand sagt, dass, bevor die Gesellschaft Taten ergreift, man warten soll, bis die

Wissenschaft sich sicher ist, entspricht dies der Aussage, dass die Gesellschaft niemals tätig sein soll. Für eine potenziell so katastrophale Problemstellung wie den Klimawandel bedeutet kein Handeln, dass man ein gefährliches Risiko für unseren Planeten eingeht.

Wissenschaftliche Erkenntnis stammt aus dem Verstehen genereller naturgesetzlicher Zusammenhänge unterstützt durch Laborversuche, Experimente, Beobachtungen der Umwelt und mathematischen sowie rechnergestützten Modellen. Wie alle Menschen machen auch Wissenschaftler Fehler, der wissenschaftliche Prozess ist jedoch dafür konzipiert, diese zu finden und zu korrigieren. Dieser Prozess ist schon so angelegt, dass er auf Gegensätzen beruht - Wissenschaftler erhalten Ansehen und Anerkennung nicht nur für das Unterstützen der Lehrmeinung, sondern umso mehr, wenn sie zeigen, dass der wissenschaftliche Konsens falsch ist und dass es bessere Erklärungen gibt. Das ist es, was Galileo, Pasteur, Darwin und Einstein getan haben. Wenn aber Schlussfolgerungen gründlich und sorgfältig getestet, beleuchtet und untersucht wurden, erhalten sie den Status von "etablierten

wissenschaftlichen Theorien" und werden oft als "Fakten" bezeichnet. Zum Beispiel gibt es überzeugende wissenschaftliche Beweise, dass die Erde ca. 4,5 Mrd. Jahre alt ist (die Theorie zur Entstehung der Erde), dass unser Universum in einem Moment vor ca. 14 Mrd. Jahren geschaffen wurde (die Urknalltheorie) und dass heutige Lebewesen aus Lebewesen der Vergangenheit hervorgegangen sind (Evolutionstheorie). Obwohl diese Aussagen im

überwältigen Maß von der Wissenschaft anerkannt sind, wartet Ruhm auf jeden, der sie widerlegen kann. Der Klimawandel fällt in die gleiche Kategorie: Es gibt überzeugende, umfangreiche und übereinstimmende, objektive Belege, dass der Mensch unser Klima derart verändert, dass es unsere Gesellschaften und Ökosysteme, auf die wir angewiesen sind, bedroht.

Viele der kürzlichen Angriffe von Klimawandelverneinern auf die Klimawissenschaft - und noch beunruhigender: auf ihre Personen – sind üblicherweise durch Interessengruppen oder Dogmen getrieben, nicht durch einen ehrlichen Versuch, eine alternative Theorie zu entwickeln, die die Beobachtungen befriedigend erklären kann. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und andere wissenschaftliche Syntheseprozesse zum

Klimawandel, welche daraus bestehen, dass Tausende Wissenschaftler riesige und umfangreiche Berichte produzieren, haben, wie zu erwarten und normal, einige Fehler gemacht. Wenn Fehler angemerkt werden, werden sie verbessert. Aber während der kürzlichen Ereignisse ist nicht im Entferntesten etwas gefunden worden, das die grundsätzliche Erkenntnis zum Klimawandel ändern würde:

(i) Die Erde erwärmt sich wegen ansteigender Konzentrationen treibhausaktiver Gase in der Atmosphäre. Ein schneereicher Winter in Washington ändert diesen Fakt nicht.

(ii) Das Gros dieses Anstiegs im letzten Jahrhundert ist menschlichen Aktivitäten zuzuschreiben, im besonderen der Verbrennung fossiler Treibstoffe sowie der Entwaldung.

(iii) Natürliche Ursachen spielen immer eine Rolle bei Klimaänderungen, werden jetzt jedoch in ihrer Bedeutung von menschengemachten Ursachen übertroffen.

(iv) Die Erwärmung der Erde wird viele Klimamuster mit einer für die jüngste Erdgeschichte beispiellosen Geschwindigkeit ändern, dies beinhaltet den Meeresspiegelanstieg und Änderungen des Wasserkreislaufs. Ein Anstieg der CO2-Konzentrationen macht die Ozeane saurer.

(v) Die Wechselwirkung dieser komplexen Änderungen bedroht Küstenbewohner und -städte, unsere Nahrungsmittelproduktion und Wasserversorgung, Wälder, alpine Lebensräume und weit mehr.

Wesentlich mehr könnten die wissenschaftlichen Gesellschaften dieser Welt, nationale Akademien der Wissenschaft und einzelne Wissenschaftler dazu noch sagen bzw. haben dies auch bereits getan, aber die obengenannten Aussagen sollten bereits ausreichend verdeutlichen, warum sich Wissenschaftler über die Dinge Sorgen machen, denen zukünftige Generationen durch ein "Weiter wie bisher" ausgesetzt sind. Wir drängen unsere politischen Entscheidungsträgern und die Öffentlichkeit, vorwärts zu gehen und sofort die Ursachen des Klimawandels, einschließlich des unbeschränkten Verbrennens von fossilen Brennstoffen, zu adressieren.

Wir fordern ebenso ein Ende der McCarthy-artigen Verfolgung unserer Kollegen basierend auf Unterstellungen und unsinnigen Verallgemeinerungen, die Belästigung durch Politiker, die ablenken wollen um vom Handeln abzuhalten, und der unverblümten Lügen, die über Wissenschaftler verbreitet werden. Die Gesellschaft hat zwei Möglichkeiten: Wir können die wissenschaftliche Erkenntnis ignorieren, unsere Köpfe in den Sand stecken und hoffen, dass wir Glück haben, oder wir können im Interesse des Gemeinwohls handeln, um die Gefahr durch den Klimawandel schnell und substantiell zu reduzieren. Die gute Nachricht ist, dass kluges und effektives Handeln möglich ist. Zögern darf keine Alternative sein.

P. H. Gleick, R. M. Adams, R. M. Amasino, E. Anders, D. J. Anderson, W. W. Anderson, L. E. Anselin, M. K. Arroyo, B. Asfaw, F. J. Ayala, A. Bax, A. J. Bebbington, G. Bell, M. V. L. Bennett, J. L. Bennetzen, M. R. Berenbaum, O. B. Berlin, P. J. Bjorkman, E. Blackburn, J. E. Blamont, M. R. Botchan, J. S. Boyer, E. A. Boyle, D. Branton, S. P. Briggs, W. R. Briggs, W. J. Brill, R. J. Britten, W. S. Broecker, J. H. Brown, P. O. Brown, A. T. Brunger, J. Cairns, Jr., D. E. Canfield, S. R. Carpenter, J. C. Carrington, A. R. Cashmore, J. C. Castilla, A. Cazenave, F. S. Chapin, III, A. J. Ciechanover, D. E. Clapham, W. C. Clark, R. N. Clayton, M. D. Coe, E. M. Conwell, E. B. Cowling, R. M Cowling, C. S. Cox, R. B. Croteau, D. M. Crothers, P. J. Crutzen, G. C. Daily, G. B. Dalrymple, J. L. Dangl, S. A. Darst, D. R. Davies, M. B. Davis, P. V. de Camilli, C. Dean, R. S. Defries, J. Deisenhofer, D. P. Delmer, E. F. Delong, D. J. Derosier, T. O. Diener, R. Dirzo, J. E. Dixon, M. J. Donoghue, R. F. Doolittle, T. Dunne, P. R. Ehrlich, S. N. Eisenstadt, T. Eisner, K. A. Emanuel, S. W. Englander, W. G. Ernst, P. G. Falkowski, G. Feher, J. A. Ferejohn, A. Fersht, E. H. Fischer, R. Fischer, K. V. Flannery, J. Frank, P. A. Frey, I. Fridovich, C. Frieden, D. J. Futuyma, W. R. Gardner, C. J. R. Garrett, W. Gilbert, R. B. Goldberg, W. H. Goodenough, C. S. Goodman, M. Goodman, P. Greengard, S. Hake, G. Hammel, S. Hanson, S. C. Harrison, S. R. Hart, D. L. Hartl, R. Haselkorn, K. Hawkes, J. M. Hayes, B. Hille, T. Hökfelt, J. S. House, M. Hout, D. M. Hunten, I. A. Izquierdo, A. T. Jagendorf, D. H. Janzen, R. Jeanloz, C. S. Jencks, W. A. Jury, H. R. Kaback, T. Kailath, P. Kay, S. A. Kay, D. Kennedy, A. Kerr, R. C. Kessler, G. S. Khush, S. W. Kieffer, P. V. Kirch, K. Kirk, M. G. Kivelson, J. P. Klinman, A. Klug, L. Knopoff, H. Kornberg, J. E. Kutzbach, J. C. Lagarias, K. Lambeck, A. Landy, C. H. Langmuir, B. A. Larkins, X. T. Le Pichon, R. E. Lenski, E. B. Leopold, S. A. Levin, M. Levitt, G. E. Likens, J. Lippincott-Schwartz, L. Lorand, C. O. Lovejoy, M. Lynch, A. L. Mabogunje, T. F. Malone, S. Manabe, J. Marcus, D. S. Massey, J. C. McWilliams, E. Medina, H. J. Melosh, D. J. Meltzer, C. D. Michener, E. L. Miles, H. A. Mooney, P. B. Moore, F. M. M. Morel, E. S. Mosley-Thompson, B. Moss, W. H. Munk, N. Myers, G. B. Nair, J. Nathans, E. W. Nester, R. A. Nicoll, R. P. Novick, J. F. O'Connell, P. E. Olsen, N. D. Opdyke, G. F. Oster, E. Ostrom, N. R. Pace, R. T. Paine, R. D. Palmiter, J. Pedlosky, G. A. Petsko, G. H. Pettengill, S. G. Philander, D. R. Piperno, T. D. Pollard, P. B. Price, Jr., P. A. Reichard, B. F. Reskin, R. E. Ricklefs, R. L. Rivest, J. D. Roberts, A. K. Romney, M. G. Rossmann, D. W. Russell, W. J. Rutter, J. A. Sabloff, R. Z. Sagdeev, M. D. Sahlins, A. Salmond, J. R. Sanes, R. Schekman, J. Schellnhuber, D. W. Schindler, J. Schmitt, S. H. Schneider, V. L. Schramm, R. R. Sederoff, C. J. Shatz, F. Sherman, R. L. Sidman, K. Sieh, E. L. Simons, B. H. Singer, M. F. Singer, B. Skyrms, N. H. Sleep, B. D. Smith, S. H. Snyder, R. R. Sokal, C. S. Spencer, T. A. Steitz, K. B. Strier, T. C. Südhof, S. S. Taylor, J. Terborgh, D. H. Thomas, L. G. Thompson, R. T. Tjian, M. G. Turner, S. Uyeda, J. W. Valentine, J. S. Valentine, J. L. van Etten, K. E. van Holde, M. Vaughan, S. Verba, P. H. von Hippel, D. B. Wake, A. Walker, J. E. Walker, E. B. Watson, P. J. Watson, D. Weigel, S. R. Wessler, M. J. West-Eberhard, T. D. White, W. J. Wilson, R. V. Wolfenden, J. A. Wood, G. M. Woodwell, H. E. Wright, Jr., C. Wu, C. Wunsch, M. L. Zoback

Brief im englischsprachigen Original: http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/328/5979/689

Liste aller Unterzeichner mit ihrer institutionellen Zugehörigkeit: http://www.sciencemag.org/cgi/data/328/5979/689/DC1/1Bibliografische Daten:

Gleick, P. H. et al. 2010. Climate Change and the Integrity of Science.
Science 328, no. 5979 (5): 689-690. doi:10.1126/science.328.5979.689.

Übersetzung: Sönke Kreft und Dr. Gerold Kier, Germanwatch

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Über die Ruchlosigkeiten der Deutschen Bank.
 
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Wir wachsen auf mit der Vorstellung, Strafjustiz müsse sein. Nicole Lieger von der Uni Wien sieht das ein wenig anders. Wie sie so ungefähr denkt, schildert folgende Parabel

Wenn die Hand ins Knie schießt

Angenommen, ich schieße mir mit der rechten Hand ins linke Knie. Ein Gewaltverbrechen ist passiert: das Knie, das Opfer, ist schwer verletzt und blutet. Der Täter ist die Hand: das ist eindeutig. Es gibt Zeugen.

Was nun?

Nun könnte ich mir zum Beispiel in die Hand schießen. Um die Hand zu bestrafen. Denn die war's. Sie hat ein schweres Verbrechen verübt, und um deutlich zu machen, dass das so nicht geht muss sie bestraft werden. Außerdem dient das der Prävention: Diese Hand schießt sicher nicht nochmal irgendwo hin. Kann sie nämlich gar nicht, weil sie selber zertrümmert ist.

Damit ist also das Verbrechen hart bestraft, der Gerechtigkeit genüge getan und die Gesellschaft geschützt.

Das ist gut; denn nur dieses Gerede von "wir sind alle eins" bringt uns nicht weiter. Es stimmt halt auch einfach nicht: die Hand ist nicht das Knie, das ist offensichtlich.

Und das Knie...? Ach ja, das Knie. Richtig. Daran haben wir ja gar nicht mehr gedacht. Das ist schwer verletzt. Es hat seine Zeugenaussage gemacht, blutend, in unserem Verfahren zur Schuldfeststellung. Und dann haben wir es nach Hause geschickt, blutend. Man hätte ja auch das Knie verbinden können, vielleicht. Sogar als allererste Maßnahme, vielleicht. Und dabei kann die Hand, unzertrümmert, sogar richtig hilfreich sein.

Nicoles Homepage findest Du HIER.

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