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Sai Baba ist Legende, eine heftig umstrittene allerdings. Nun ist er tot. Christine Janson hat einen ehrlichen und überzeugenden Nachruf geschrieben: Help Ever - Hurt never

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Meditation gegen Bluthochdruck

 
 

Tautropfen_by_Dorothea_Jacob_pixelio.de(pp).- Forschungsergebnisse von Medizinern der Uni Würzburg dürften in Pharmakreisen auf wenig Gegenliebe stoßen. Ganz ohne Medikamente, ausschließlich durch eine Kombination aus Meditation und Atemtechniken, konnten Patienten mit leichtem bis mittelschwerem, Stress bedingtem Bluthochdruck ihr Leiden in den Griff bekommen. Wesentliche Vorbedingung: Sie mussten dieser Form der Entspannung aufgeschlossen gegenüber stehen.

 
 

52 Blutdruck-Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Meditationsgruppe zugeteilt oder einer Vergleichsgruppe, die nicht meditierte. Erstere absolvierte im Würzburger Benediktinerkloster unter Anleitung eine christlich geprägte, ganzheitliche kontemplative Meditation und übte spirituelle Atemtechniken ein. Nach vier Wochen Einführung und weiteren vier Wochen Meditation (zweimal täglich jeweils 40 Minuten) war der Blutdruck der Teilnehmer so stark gesunken, „wie man es sonst nur mit Medikamenten hinbekommt“, sagte Professor Wolfram Voelker von der Medizinischen Universitätsklinik. „Die Patienten fühlten sich außerdem besser, weil es keine Nebenwirkungen gab, wie sie bei Medikamenten nicht selten auftreten.“

 
 

Die blutdrucksenkende Wirkung der Meditation war insbesondere auch unter den Bedingungen eines Stress-Tests nachweisbar, der in der Uniklinik durchgeführt wurde. Bei der Vergleichsgruppe, in der nicht meditiert worden war, blieb der Blutdruck dagegen unverändert hoch. Wie die Meditation diesen positiven Effekt bewirkt, ist bislang nicht genau erklärbar. „Womöglich werden die bei Hochdruck-Patienten zusammengezogenen und dadurch verengten Blutgefäße durch einen positiven Effekt der Meditation auf das vegetative Nervensystem entspannt“, so eine Mutmaßung. Denkbar ist auch, dass das Gehirn unter dem Einfluss der Meditation die Ausschüttung von Stresshormonen drosselt.

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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Weniger Schmerz mit Meditation

 

(pp).- Regelmäßige Meditation scheint weniger schmerzempfindlich zu machen. Darauf weist eine kleine Studie amerikanischer Wissenschaftler mit 24 Probanden im Alter zwischen 50 und 60 Jahren hin. Die Hälfte von ihnen meditierte seit über 30 Jahren, die andere Hälfte beschäftigte sich erst zu Beginn der Studie mit Meditation. Bei Schmerztests mit 51 Grad heißem Wasser reagierten die schmerzrelevanten Gehirnareale der erfahrenen Gruppe, obwohl die Schmerzintensität gleich bewertet wurde, um 40 bis 50 Prozent schwächer als die der Kontrollgruppe. Nach fünf Monaten regelmäßigen Übens stellte sich dieser Effekt auch bei den Meditationsneulingen ein. Besonders auffällig war er in den emotionsverarbeitenden Hirnarealen. So scheint Meditation nicht das Schmerzempfinden zu reduzieren, sondern die damit einhergehende Leidenswahrnehmung.

 

Quelle: David Orme-Johnson (Maharishi-University of Management in Fairfield, Iowa) et al.: NeuroReport, Bd. 17, S. 1359

 

 

 

Regentropfen_by_Dorothea_Jacob_pixelio.de(pp).- Meditation kann die subjektive Schmerzwahrnehmung deutlich herabsetzen. Dieser Zusammenhang konnte in den vergangenen Jahren mehrfach belegt werden. Kürzlich kam eine neue Tatsache hinzu: Forscher der Wake Forest University, North Carolina, untersuchten, was in diesem Fall wo in Gehirn passiert. Im Kernspintomografen zeigte sich, dass Meditation die Hirnaktivität im somatosensorischen Cortex, reduziert - einer Region, die für unsere Wahrnehmung der Schmerzintensität wesentlich ist. Aber auch in anderen, für die Schmerzempfindung bedeutsamen Hirnarealen änderten sich Abläufe, so zum Beispiel im orbitofrontalen Cortex, der " Körperfühlsphäre", wo wir Sinneseindrücke bewerten. Bei der im "Journal of Neuroscience" erschienenen Studie waren die Studienteilnehmer schon mithilfe von 20-minütigen Meditationsübungen an vier aufeinander folgenden Tagen in der Lage, ihren Schmerz um bis zu 40 Prozent zu dämpfen.

 

Quellen: wakehealth.edu

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Vom 26.-27. Nov. 2010 fand in Berlin ein Interdisziplinärer Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung statt. Dazu gibt es einen interessanten Artikel aus der Süddeutschen.

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Das 3-Sat-Video zu Gehirnprozessen während der Meditation: "Mit Meditation und Gongtherapie zu mehr Bewusstsein" (mit Unterstützung von Dieter Vaitl, Meditationsforscher und Leiter des Bender Institut of Neuro-Imaging an der Uni Giessen) findest Du HIER!

Alle Fotos auf dieser Seite von Dorothea Jacob_pixelio.de