Willkommen im Bobbyversum
- gurufreie Zone -

 

Weisheiten

 

(oder was mir so erscheint)

So ein Menschenwesen

 

So ein Menschenwesen ist ein Gästehaus.
Immer wieder andere Gesichter:
ein Augenblick der Freude,
der Niedergeschlagenheit, der Gemeinheit,
ein Aufleuchten von Bewusstheit,
unerwartet steht es vor dir.
Begrüße und bewirte jeden Besucher,
auch das Bündel verzweifelter Sorgen,
das wütend deine Möbel zur Tür hinaus fegt.
Ja, selbst diesen Gast achte.
Vielleicht schafft er Raum
für ein frisches Entzücken.
Den finsteren Gedanken, die Scham, die Bosheit,
bitte sie herein
mit einladendem Lachen.
Danke allen für ihr Kommen,
denn sie wurden geschickt
als Boten aus dem Verborgenen.

 

Rumi

 

Mit folgendem Bild begann eine neue Epoche der Menschheit:

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Am 22. April 1970, zwei Jahre, nachdem es von der Apollo 8-Kapsel aus fotografiert worden war, fand der erste weltweite Earth Day statt. Zum ersten Mal hatten Menschen des Westens begriffen: Dies ist unsere Erde.

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Apfel

 

Es knospt
Es knospt

unter den Blättern
das nennen sie Herbst

 
 

Hilde Domin

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FINDEN STATT SUCHEN

 

picasso2Ich suche nicht - ich finde. Suchen, das ist ausgehen von alten Beständen und ein Findenwollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue, das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im Ungeborgenen sich geborgen wissen, die in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht - menschlich beschränkt und eingeengt - das Ziel bestimmen. Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis, für jedes neue Erlebnis im Außen und Innen, das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt. (Pablo Picasso)

Zwischenbild_by_Rainer-Brckner_pixelio.de

 

picasso

 

FREI SEIN.

Lass dich fallen,
lerne Schlangen beobachten,
pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein,
mache kleine Zeichen, die "Ja" sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue dich auf Träume.

Weine bei Kinofilmen,
schaukle so hoch du kannst mit deiner Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere "verantwortlich zu sein",
tue es aus Liebe.

Glaube an Zauberei,
lache eine Menge,
bade im Mondlicht.

444360_R_K_by_Jrgen-Treiber_pixelio.de

Träume wilde phantasievolle Träume,
zeichne auf die Wände.

Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert,
kichere mit Kindern,
höre alten Leuten zu.

Spiele mit allem,
unterhalte das Kind in dir,
du bist unschuldig,
baue eine Burg aus Decken,
werde nass,
umarme Bäume,
schreibe Liebesbriefe.

(Joseph Beuys)
(Foto:
Jürgen-Treiber_pixelio.de)

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Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Wissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.
(Art. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)


 

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(Foto: Maren-Beler_pixelio.de)

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Eine Leiter

In die Tiefe meiner Ohnmacht hast Du eine Leiter gestellt.

Ich weiß nicht, wie Du sie befestigt hast.
Ich weiß nicht, woran sie anlehnt.
Ich weiß nicht, in welche Höhe sie führt.

In der Tiefe meiner Finsternis hältst Du mir die erste Sprosse hin.

Ich weiß nicht, wie breit sie ist.
Ich weiß nicht, wie stark sie ist.
Ich weiß nicht, wie lange sie hält.

Aus der Tiefe meiner Zerrissenheit reiche ich Dir meinen kleinen Finger,
ach nähmest Du doch meine ganze Hand.

Jutta Schmidt

Vgel_R_by_Uwe-Steinbrich_pixelio.de

 

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Und was ... ist die edle Wahrheit von dem zur Aufhebung des Leidens führenden Pfad? Es ist dieser achtgliedrige Weg, nämlich: rechte Einsicht, rechter Entschluss, rechte Rede, rechte Tat, rechter Wandel, rechtes Streben, rechte Wachheit, rechte Versenkung. (Siddhartha Gautama)
(
Foto:Gunda-Schünemann_pixelio.de)

Blueten_by_Gunda-Schnemann_pixelio.de

 

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Nur dann bin ich wahrhaft frei, wenn alle Menschen, die mich umgeben, Männer und Frauen, ebenso frei sind wie ich. Die Freiheit der anderen, weit entfernt davon, eine Beschränkung oder die Verneinung meiner Freiheit zu sein, ist im Gegenteil ihre notwendige Voraussetzung und Bejahung. Nur durch die Freiheit anderer werde ich wahrhaft frei. (Michail Bakunin)

 

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Das ist moderne Tapferkeit: Fortfahren im versuchenden Leben, wenn auch keine Gewissheit ist – nicht das Ergebnis verlangen, sondern das Scheitern wagen.
(Karl Jaspers)
(Foto: by_alfred-loidl_pixelio)

 

 

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Wer Gott mehr liebt als seinen Nächsten, der liebt ihn noch nicht auf vollkommene Weise.
(Meister Eckhart)

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"Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das 1383_R_by_schemmi_pixelio.deGefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferem Streb en in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blin der. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und im schwachen Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös."

 

(Albert Einstein, 1932, in seinem "Glaubensbekenntnis" an die deutsche Liga für Menschenrechte. Foto: schemmi_pixelio.de)

 

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Wir können uns doch nicht auf das geistige Niveau P_Gayman_Atemtechnik
des Kapitalismus zurückschrauben
und ständig Sinn mit Erfolg verwechseln.

Das ist eine gefährliche Verwechslung,
wenn wir das Leben zurecht stutzen
auf das Machbare und das,
was sich konsumieren lässt.

Meine Tradition hat uns wirklich mehr versprochen!
Ein Leben vor dem Tod, gerechtes Handeln
und die Verbundenheit mit allem, was lebt,
die Wölfe neben den Lämmern und Gott nicht oben
und nicht später, sondern jetzt und hier.

Bei uns, in uns.

 

(Dorothee Sölle)

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Reich wird man erst durch Dinge,
die man nicht begehrt.
(Mahatma Gandhi)

 

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Ich kann ohne das mindeste Zögern sagen, dass, An_Ketten_by_Etienne-Rheindahlen_pixelio.de
wer behauptet, Religion habe nichts mit Politik zu tun, nicht weiß,
was R
eligion bedeutet.
(Mahatma Gandhi)

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Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht,
wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat.

(Mahatma Gandhi)
(Foto:
Etienne-Rheindahlen_pixelio.de)

 

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In meinem täglichen Leben ist nichts,
als was mir jeweils von selbst zufällt.
Nichts ergreifend und zurückweisend

 

gibt es kein Hindernis, keine Trennung.
Ich habe kein anderes Ehrengewandt
als der blauen Berge strahlende Klarheit.
Meine wunderbar magische Kraft
liegt im Wasserholen und Holzhacken.

 
 

(P'ang-yün)

 

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Zwischenbild: Rainer-Brückner_pixelio.de: