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Auf dem Weg zur Subjektivität

Zur eigenen Stimmigkeit finden, heißt, zur Authentizität finden, heißt, vollkommen man selbst sein und deshalb jedes von außen Auferlegte, Erwartete, Gemachte hinter sich zu lassen. Stimmigkeit verneint jedes objektive Maß, jede Beurteilung, denn sie ist ihrem Wesen nach zutiefst subjektiv, individuell, unteilbar. Das Wissen um die eigene Stimmigkeit kann einen Menschen befähigen, sich gegen den Strom zu stellen, das Eigene auch in schwierigsten Situationen gegenüber anderen zu vertreten, sich nicht normieren und vereinnahmen zu lassen.

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Foto: Jens-Bredehorn_pixelio.de

 

Stimmigkeit ist ein inneres Wissen, das größte Kraft verleiht, denn sie gründet auf der eigenen inneren Wahrheit. Sie ist gewusstes Wissen, etwas, das Ahnung, Gefühl, Intuition übersteigt. Stimmigkeit ist nur innengerichtet. Sie bezeugt, was für den Einzelnen wahr ist, sie ist Ausdruck der inneren Wahrhaftigkeit.

Stimmigkeit ist subjektiv und auf dem »Wahren Ich« begründet, aber sie ist hat nichts mit egoistischem Narzissmus gemein. Die Selbst-Bezogenheit der Stimmigkeit kann sich im Gegenteil erst enthüllen, wenn die auf Abwehrprozessen gegründete lebenslang angeeignete Persönlichkeitsstruktur erkannt und enthüllt ist. Erst wenn ich mich mit keiner meiner in der Sozialisation gelernten Überzeugungen, Glaubenssätze, Gefühle und Gedanken mehr identifiziere, erst wenn ich weiß, dass ich nichts von dem bin, was ich mein Leben lang zu sein glaubte, zeigt sich allmählich der Weg der Enthüllung des Eigenen.

Ein stimmiger Mensch ist für andere erkennbar, er ist präsent in einer Weise, die sich anderen spürbar mitteilt. Er wirkt außerordentlich kraftvoll, denn er ist kongruent mit seinem wahren Selbst.

Die Stimmigkeit, nicht zu stimmen

Unser in Dualismen geübter Geist konstruiert natürlich sofort die Bewertung: ich muss mich jetzt also bemühen, stimmig zu sein, Nicht-Stimmigkeit ist schlecht, wenn ich nicht stimme, habe ich versagt, wie heißen also jetzt die neuen Verhaltensmaßregeln?

Stimmigkeit im von mir gemeinten Sinne meint nicht das Gegenteil von Nicht-Stimmigkeit, sondern schließt sie vollkommen mit ein. In einer Situation nicht zu stimmen, kann völlig stimmiger Ausdruck meiner momentanen Verfassung, der schwierigen äußeren Umstände sein. Ich stimme, wenn ich ganz bei mir bin, ohne irgendwo hin oder von irgendwo weg zu wollen, wenn ich mir erlaube, zu sein wie ich bin, in all meiner menschlichen Unvollkommenheit. Die Stimmigkeit ist bei aller Unstimmigkeit immer vorhanden und doch ein stets sich verändernder Prozess des Hineinschälens in sich selbst.

Der Lernprozess

Anscheinend bekommen wir nicht beigebracht, wirklich wir selbst zu sein, lernen wir keine wirkliche Subjektivität, keine Subjekthaftigkeit. Meist wird uns diese sogar regelrecht „aberzogen“. Statt dessen lernen wir, uns selbst und andere als Objekte zu betrachten, die wir mit Zuschreibungen, Erwartungen, Deutungen, Benennungen und vermeintlichen Erklärungen festschreiben.

 

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Bernd-Sterzl_pixelio.de

Der Weg vom Objekt zum Subjekt braucht die Bereitschaft zur Erschütterung, ein Durchschauen der Prozesse von Konzeptualisierung und Begriffsbildung hin zu einem Zustand jenseits der Festschreibungen. Ein Subjekt schöpft nur aus sich selbst und verankert diesen Schöpfungsprozess in der unbenannten, ungeformten Leere, im Nicht-Wissen, Nicht-Wollen, im Unbekannten. Der Boden des Subjekts ist Mysterium.

Aus diesem Boden heraus füllt ein wahres Subjekt sich nicht mit Objekten, es entspricht nicht Erwartungen, die von anderen Menschen, der Welt, vom Über-Ich oder von „Gott“ an es herangetragen werden, sondern es erfüllt sich mit sich selbst, mit seiner ursprünglichen Subjektivität. Statt im Außen, im anderen zu suchen, wenden wir uns immer mehr, immer weiter ins eigene Innere, wir suchen Gott in uns statt außerhalb von uns.

Die eigene Stimmigkeit erfüllt mit Wahrheit

Sie ist die größtmögliche Sicherheit, die wir Menschen erlangen können, denn Subjektivität ist nicht diskutierbar, sie ist ohne Grund, ohne Ursache, ohne Bewertung, sie ist die uns aufgrund unseres Menschseins mitgegebene Fähigkeit, auf die Welt zu reagieren. Unsere Sinne, unser Körper und unser Geist befähigen uns zu unmittelbaren, ungefilterten inneren Antworten auf alles, was geschieht. Unser subjektives Inneres reagiert in Bruchteilen von Sekunden. Diese antwortenden inneren Reaktionen sind wahr. Sie sind unsere perfekt angelegten, seismographischen Orientierungspunkte bevor Filterprozesse geschehen. Diesen ursprünglichen Seismographen wieder einzusetzen, ihm zu vertrauen und zu lernen, mit seinen Signalen umzugehen, könnte unsere menschliche Handlungsfähigkeit neu begründen.

Die Einladung zur Stimmigkeit

Zu unserer Stimmigkeit zu finden braucht eine große Einladung. Diese Einladung wird durch jede Wertung, Erwartung, jedes Wünschen, Wollen und Streben wirkungsvoll verhindert. Einladend ist der aus dem Inneren kommende tiefe Wunsch nach sich selbst, ein wirkliches Interesse am Eigenen. Das erfordert im Äußeren Raum und Zeit, ein unbedingtes »Sich wichtig Nehmen« und ein Unterbrechen der Alltagsroutine.

Einladend ist eine erwartungslose Frage wie „Was ist los mit mir?“ und die anschließende Bereitschaft, alles, was sich zeigen oder nicht zeigen möchte, unterschiedslos da sein zu lassen. Der Weg zur inneren Stimmigkeit ist absichtslos. Es gibt kein besser oder schlechter, nur ein respektvolles Forschen, eine bedingungslose Akzeptanz unsere So-Seins, eine Hinwendung zu uns selbst ohne jede Verbesserungsabsicht. Unser Inneres ist erst dann bereit, sich uns immer mehr und weiter zu offenbaren, wenn es die Sicherheit gewinnt, bedingungslos sein zu dürfen, ohne sich in irgendeiner Weise verändern zu müssen. Erst das wirkliche Erlauben der Nicht-Veränderung bereitet den Boden für die Veränderung, die ohnehin Grundlage unseres Daseins ist.

Wirkliche Selbst-Erforschung muss Nicht-Wissen und Nicht-Wollen zur Grundlage haben. Jedes Wissen verstellt den Weg ins Unbekannte, indem es erklärt, benennt und einordnet und so eher abschreckt als einlädt. Erst das neugierige, urteilslose Staunen macht frei für das Geheimnis, lädt immer wieder neu ein, lässt das vermeintlich Begriffene und Erfasste immer wieder los und staunt aufs Neue.

Veränderung ohne Absicht

Stimmigkeit ist Ausdruck des Moments. Sie beinhaltet keinerlei Veränderungsabsicht, weder bei sich, bei anderen oder bei der Umwelt. Da sie alles beinhaltet, was sich zeigt, ist sie ein uneingeschränktes Ja, und erst von diesem Ja aus könnte Veränderung geschehen, die verändert, ohne irgendetwas anders haben zu wollen oder zu müssen.

Das Ja ist in der Lage, alles zu halten, es enthält Ungelöstes, Spannung, Widerspruch und jede Nicht-Veränderung. Und es ist gleichzeitig gewahr, dass nichts bleibt, alles sowieso in ständigem Wandel ist und das, was eben noch stimmte, im nächsten Augenblick schon wieder anders sein kann.

Alleinsein und Getrenntheit

Stimmigkeit kann nur im Alleinsein gefunden werden, denn das Alleinsein bildet ihre Grundlage. Kein noch so einfühlsamer anderer Mensch kann über das Geheimnis der subjektiven Stimmigkeit wissen, sie ist nur aus sich selbst heraus zu finden und jede Interpretation von außen würde sie vernichten. So kann die Liebe eines Menschen die Stimmigkeit des jeweils anderen niemals kennen, sie kann sie nur tief aus dem Herzen als subjektive Wahrheit bestätigen, da sein lassen und respektieren.

 

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Foto_by_Rafael-Vogt_pixelio.de

Stimmigkeit lässt uns nicht vorschnell mit anderen Menschen eins sein. Sie hat das Potential, uns aufgrund ihrer radikalen Subjektivität zu trennen, denn sie betont das Unteilbare des Einzelnen. Und erst die vollständige Getrenntheit bildet den Boden für Verbindung und Bezogenheit, sie macht tief verlässlich aufgrund ihrer Wahrhaftigkeit und der wunderbaren Einzigartigkeit, die Menschsein erst ausmacht. Liebe in diesem Sinne zeigt sich als tiefe Freude am Anderssein des Anderen, die Verbindung besteht aufgrund der gleichen mysteriösen Wurzel Subjektivität.

Die Eigenmacht

Innere Stimmigkeit ist zutiefst persönlich, sie ist der Sitz unserer Individualität, Unverwechselbarkeit und Eigenmacht. Daher unterwirft sie sich niemals irgendeinem von außen kommenden Willen, sei er auch noch so berechtigt (weil ein anderer sich etwas von uns wünscht), moralisch begründet (zum Wohle der Menschheit) oder erstrebenswert für die eigene Entwicklung (aus der wohlmeinenden Sicht eines Therapeuten). Die eigene innere Wahrheit ist einfach eine nicht diskutierbare Tatsache, die den Boden bildet für jede authentische Reaktion.

Hingabe an das Unpersönliche

Dabei ist die aus dem tiefsten Inneren kommende authentische Wahrhaftigkeit zwar zutiefst persönlich, doch ist sie, da sie von keinerlei persönlicher Absicht mehr geprägt ist, Ausdruck des Unpersönlichen. Die ungefilterten, ursprünglichen organismischen Antworten auf alles Geschehen sind Ausdruck des Unpersönlichen, das über die an keine Abwehrprozesse gebundene Persönlichkeit seine individuelle Form erhält.

Menschsein bedeutet dann, wie ein Instrument zu sein, das nun bereit ist, sich wirklich spielen zu lassen, ohne sich an Noten, vorgegebene Kompositionen, Rhythmen oder sonstiges von anderen auferlegtes Vor-Wissen zu halten. Erst wenn der persönliche Wille, der sich irgendwo hin- oder abwendet, etwas haben oder nicht haben, etwas fühlen oder nicht fühlen will, zurücktritt und bedingungslos mit allem ist, kann sich der größere Wille über uns ausdrücken. Erst jetzt ist die innere Hingabe erreicht, aus der ich sagen kann „Dein Wille geschehe“.Tor_by_RainerSturm_pixelio.de

(Foto by_RainerSturm_pixelio.de)

So ist mit der Unterwerfung unter Gottes Willen niemals die Selbstaufgabe gemeint, die ja jeder Willkür Tür und Tor öffnen würde (wo ist da der Unterschied zum Faschismus?). Gemeint ist vielmehr das vollkommene »Bei sich Sein«, die gelebte und geformte Individualität, das Ja zu Trennung, Alleinsein und Einzigartigkeit.

Kompromisslosigkeit und Unschuld

Innere Wahrheit ist aufgrund ihrer subjektiven Natur prinzipiell undiskutierbar. Der Boden meiner eigenen Wahrnehmung kennt keinen Kompromiss und keinen Zweifel, denn sie ist zutiefst wahr und zu mir gehörig. Daher lässt die innere Stimmigkeit auch keinen Raum für Schuld, denn mein Sosein ist seiner Natur nach völlig unschuldig.

Das authentische „So bin ich, ich kann nicht anders“ wurzelt in der Unschuld, die entsteht, wenn Individualität bereit ist, sich als Ausdruck des Größeren zu formen, das sich über unsere persönlichsten seismographischen Wahrnehmungen und Reaktionen manifestiert.

Die Stimmigkeit kann uns an Sterbepunkte führen

Der frühere persönliche Wille muss bereit sein aufzugeben und zurückzutreten, um dem vom Größeren geformten Individuellen Platz zu machen, ein Prozess, der schwierig, schmerzhaft und tief ängstigend sein kann. Gleichzeitig bekommt der Weg zum Eigensein mehr und mehr Verbindlichkeit, was bis zu der Bereitschaft führen kann, für das Eigene notfalls auch zu sterben. Selbstverrat wird dann als so unaussprechlich schrecklich erlebt, dass die Form bereit ist, sich aufzugeben, um das Heilige, dessen Ausdruck sie ist, zu wahren. Es ist dies der Punkt, an dem authentische Persönlichkeiten der Geschichte standen und stehen, für die es niemals infrage stand, für ihre Überzeugung in den Tod zu gehen.

Kein Egoismus

Stimmigkeit ist kein Weg in die Unschuld, auch wenn sie darin wurzelt. Sie ist ein Weg in die Manifestation und Verkörperung, und daher beinhaltet sie immer die Unvollkommenheit, die Menschsein kennzeichnet. Die Orientierung an der Stimmigkeit befreit uns nicht von Fehlerhaftigkeit, Schuld und der manchmal unausweichlichen Notwendigkeit, Andere zu verletzen. Jedoch hat der Selbstbezug der inneren Stimmigkeit absolut nichts gemein mit irgendwelchen egoistischen Strebungen, die blind machen für das Leid anderer. Im Gegenteil ist die Bezogenheit auf das eigene Selbst Grundlage, sich auch auf das Selbst anderer Menschen beziehen zu können.

An dieser Stelle zeigt sich die Unabdinglichkeit eines ganz großen, entfalteten Herzens. Sobald ich mein Herz für mein eigenes Leid, die Unvermeidbarkeit von Schuld, Versagen und Unvermögen geöffnet habe, bin ich auch geöffnet, andere Menschen zu fühlen und deren subjektive Wahrheit in mir zu halten.

Umgang mit Emotionen

Innere Stimmigkeit ist keine Fixierung auf Emotionalität, sie meint zum Beispiel nicht, man solle seine Wut abreagieren, weil das halt jetzt gerade stimmt.

Innere Stimmigkeit enthüllt sich gerade nicht, wenn wir vorschnell irgendwelchen Impulsen folgen. Sie braucht ein Spüren, Sehen und Anerkennen der eigenen Emotionen, aber sie überlässt sich ihnen nicht, sie reagiert sie auch nicht ab, sondern sie registriert sie als Ausdruck der momentanen inneren Verfassung. Emotionen_by_Bernd-Boscolo_pixelio.de

Emotionen sind unterschiedslos eingeladen, ohne eine Handlung zur Folge zu haben. Alles wird mit der Qualität eines Zeugen wahrgenommen und gehalten, wird gesehen und verstanden, ohne dass etwas daraus folgen müsste. So entwickeln wir ohne irgendeine Absicht die Fähigkeit unseres Organismus, entstehende Spannung in sich zu halten ohne Tun. Über die Erhöhung zellulärer Kapazität erhöht sich auch die Fähigkeit, mit Unerträglichem umzugehen, statt es weitergeben, verdrängen oder in die Dissoziation gehen zu müssen. (by_Bernd-Boscolo_pixelio.de)

Negative Gefühle

Wenn ich mir erlauben kann, bedingungslos auch alle negativen Gefühle zu haben, ich ihnen keine Abwehr mehr entgegensetze, indem ich sie vermeiden oder transformieren möchte, kann meine Menschlichkeit zutage treten. So ändert etwa Hass seine Bedeutung, wenn ich ihn mir gestatte und tief mit dem Herzen verstehe, dass er adäquate Folge eines Zustandes ist, in dem mein Selbst verloren ging. Denn er entsteht genau dann, wenn das Eigene vollkommen verschwunden und durch Fremdes ersetzt ist, ich „besetzt“ oder „besessen“ bin. Es gibt ein menschliches Grundrecht, zu hassen, denn ohne Hass entstünde kein Erkennen des schrecklichen Geschehens in mir.

Selbstverantwortung

Indem ich niemals einem Anderen Verantwortung für meinen inneren Zustand übertrage, lerne ich, mir auch schwierigste und extreme Reaktionen zu gestatten, sie in mir zu halten, sie selbst zu verantworten und aus Herzenstiefe zu verstehen. Jede, auch die moralisch fragwürdigste innere Regung macht Sinn, kann stimmig sein, weil sie Wegweiser darstellt für Unerlöstes.

Die wachsende Bewusstheit meiner selbst und die Fähigkeit, mit allem, was geschieht, in Beziehung zu gehen, statt mich damit zu identifizieren, schaffen innere Freiheit. Diese sich immer erneuernde Freiheit, zu entscheiden, ob ich reagiere oder nicht, bildet die Basis für die Übernahme von Verantwortung meiner selbst und meiner Gefühle, und erst wenn ich mich selbst verantworten kann, bin ich auch in der Lage, Verantwortung für andere zu übernehmen.

Das Grundrecht auf Unvollkommenheit

Voraussetzung der Entwicklung innerer Stimmigkeit muss demzufolge ein vollkommen a-moralisches Erlauben und Verstehen sein, was beinhaltet, dass Nichtstimmigkeit stimmiger Ausdruck meiner momentanen Verfassung sein darf. Wir besitzen ein menschliches Grundrecht auf Unvollkommenheit, wir dürfen scheitern und vollkommen unerlöst sein. Wir dürfen Fehler machen, uns ganz irrational und unangemessen verhalten, wir dürfen Unrecht tun und manchmal schaden wir anderen. Das geschah schon immer und wird immer wieder geschehen.

Erst wenn wir unsere Mangelhaftigkeit nicht mehr bekämpfen, sondern sie akzeptieren und uns vollkommen erlauben, indem wir sie als unvermeidbaren Ausdruck unseres Menschseins begreifen, öffnet sich unser Herz dafür, und wir hören wir auf, gegen unser Menschsein anzukämpfen. Gnade meint, Menschsein anzunehmen und nicht verändern zu wollen, Gnade bedeutet Menschlichkeit.

Indem Gott Mensch wurde, wurde er menschlich, Non-Dualität begann, sich durch und über Dualität zu manifestieren. Damit ist Dualität zwangläufig widersprüchlich, und es grenzt an Gewalt, sie nur hell, licht und gut machen zu wollen. Wir brauchen deshalb keine neue Moral, sondern eine wirklich gelebte und geliebte Menschlichkeit.

Eva Neuner (mehr zur Autorin HIER)

entnommen der Zeitschrift connection: Konstantin Wecker zur Connection: "Allein schon wegen ihrer Unabhängigkeit ist die connection eine herausragende Zeitung. Eine Blüte im neoliberalen Sumpf der Bertelsmänner und all der Zeitungen, die bald nichts mehr anderes sind als Umfeldgestaltung für Werbeanzeigen."