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LIEBE, das kann zum Beispiel heißen: LangmutIdealeEinheitBefreiungErstaunen oder auch: LähmungIllusionEngeBeschränkungEifersucht. Natürlich ist das ein Gedankenspiel, denn meistens wird es ein bisschen von allem sein. Hast Du Lust auf neue Zusammensetzungen? Dann schick sie mir an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Folgende Gedanken erscheinen mir wirklich erwähnens- und bedenkenswert:

INHALT

- GRACE und die Freie Liebe

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GRACE und die Freie Liebe

 

LIEBE09_by_Ulrike-Karow_pixelio.de

... Freie Liebe hat in diesem Sinn nichts damit zu tun, wie viele Beziehungen ich habe. Freie Liebe entscheidet sich nicht daran, ob ich in der Monogamie lebe oder in der Homosexualität oder vielleicht sogar phasenweise in der Askese. Freie Liebe ist viel tiefer die Frage: „Kann ich überhaupt lieben?“ Im Grunde gibt es ja nur “freie Liebe”. Was für eine seltsame Vorstellung, dass Liebe unfrei sein könnte. Die eigentliche Frage heißt: „Mache ich aus meiner Liebe einen Rechtsanspruch? Verwandelt sich meine Liebe auf einmal in eine Angelegenheit der Justiz? Oder liebe ich?“

 

In dem Zusammenhang wird man schnell spüren, dass es keine freie Liebe geben kann ohne eine tiefe Anbindung an die Spiritualität. Solange mein ganzes Denken geprägt ist von Verlustangst, werde ich immer im Vergleich leben. Ich werde immer verteidigen und in dem Moment, wo die Angst einsetzt, geht man über in eine Kampfeshaltung. Ich kann aber auch in den tiefen Zustand des Vertrauens eintreten, zurückkehren zu mir selbst, zu der Frage: „Wer bin denn ich?“ Ich kann nur lieben, wenn ich wieder eintrete in diesen Zusammenhang mit der Welt und meine Aufgabe erkenne. Ich muß daran glauben, dass es auch für mich eine Aufgabe gibt. „Ich bin geliebt.“ Hier spürt man, wie viele Jahrtausende von Geschichte wir - wir Frauen und wir Männer - abwerfen müssen, bis wir zu diesem Grundgefühl zurückkehren können: „Ich bin geliebt als sexuelles und sinnliches Wesen von der heiligen Quelle des Lebens“ ...

MitteK_by_Albrecht-E.-Arnold_pixelio.de

 

In diesem Zustand des Vertrauens frage ich nicht: „Was kriege ich?“ Ich trete auch nicht in dieses unersättliche Begehren ein gegenüber dem Mann oder gegenüber der Frau, aus dem Glauben, nie satt zu werden. Freie Liebe hat nichts mit Konsumverhalten zu tun, sondern man weiß, dass es das Göttliche ist, was einem begegnet. Einmal führt mich vielleicht die “freie Liebe” mitten hinein in ein sexuelles Abenteuer.Wenn ich weiß, dass die Göttin das jetzt von mir wünscht, folge ich der inneren Führung. Ein anderes Mal wird mir die innere Stimme sagen: „Ich liebe und begehre jetzt nur einen Mann“ ...

 

In unserem Wesenskern finden wir immer diese reine, tiefe Schönheit wieder. „Ich bin ein Wunder der Göttin.“ Dieser Kern ist unverletzbar. Das ist, christlich gesprochen, der Christuspunkt in uns. Niemand kann mich verlassen, wenn ich nicht verlasse. Die Liebe bahnt sich ihren eigenen Weg, wenn ich bei der Liebe bleibe, das führt einmal zu mehr Nähe, ein anderes Mal zu mehr Distanz, ein weiteres Mal ins Alleinsein, aber niemals in die Verlassenheit, denn die Göttin kann dich nicht verlassen. Das ist die tiefste und die neueste Erkenntnis, die jedem Märtyrer-Trauma entgegensteht, denn im tiefsten Innern, bist du nichts anderes als der Stützpunkt Gottes. Dieser Text ist einem größeren Essay on Sabine Lichtenfels entnommen, den Du findest unter www.sabine-lichtenfels.com/de/Download.html.

Foto1: by_Ulrike-Karow_pixelio.de
Foto2:
by_Albrecht-E.-Arnold_pixelio.de

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