Willkommen im Bobbyversum
- gurufreie Zone -

 

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich diese Rubrik "Perlensammlung" eröffnen soll, denn in gewisser Weise haftet ihr eine Beliebigkeit an, die nur durch die Tatsache meiner persönlichen Auswahl begrenzt wird. Trotzdem: Weisheiten, die manche Menschen  formulieren, sind wie leuchtende Sterne, und erst die Menge erleuchtet den Nachthimmel meiner Unvernunft ... 

jean-jacques_rousseau_painted_portrait Die moderne Gesellschaft

Der erste Mensch, der eine Wiese einzäunte und forsch verkündete: "Das ist mein Land!" und Leute fand, die dumm genug waren, es zu glauben, war der eigentliche Begründer der modernen Gesellschaft. Wie viele Kriege, Verbrechen, Morde, wie viel Elend und Feindschaft wäre der Menschheit erspart geblieben, wenn damals einer beherzt vorgetreten wäre, die Pfähle herausgerissen, den Graben aufgefüllt und allen zugerufen hätte: "Hört nicht auf die Behauptungen dieses Betrügers! Ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte der Erde allen gehören und die Erde niemandes Besitztum ist!"

 

Jean Jacques Rousseau 

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boy-984293_640_unsplash Jugend, ein Geisteszustand

Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt – sie ist ein Geisteszustand. Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit, Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit. Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt. Mit den Jahren runzelt die Haut, mit Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele. Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie dein Zweifel. So jung wie dein Selbstvertrauen, so alt wie deine Furcht. So jung wie deine Hoffnungen, so alt wie deine Verzagtheit. Solange die Botschaft der Schönheit, Freude, Kühnheit, Größe dein Herz erreichen, solange bist du jung.

Albert Schweitzer

(Foto: pixelio.de)

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paper_pixabay_ipiapia

 Ein neuer Tag

Ein neuer Tag ist wie ein weißes Blatt Papier.
Fülle deinen Tag mit liebevollen Gedanken,
liebevollen Worten und liebevollen Taten.
Du bist Künstlerin und Künstler
und kannst diesen Tag in ein Kunstwerk verwandeln.

Thich Nhat Hanh

 
 

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baby pixabay

 
 
Bleibe, was Du bist.

 "Bleiben Sie ein Ungläubiger, das ist in Ordnung. Aber bleiben Sie ein guter Mensch, ein friedvoller Mensch! Manche Menschen denken, die Praxis von Mitgefühl sei nur gut für andere und nicht für sie selbst, doch das ist völlig falsch. Der allererste Nutznießer dieser Praxis sind wir selbst, dann erst die anderen." Dalai Lama 

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 Möwe

Das Himmelsspiel

Wer das große Erwachen schon spüren kann, vielleicht sogar eine neue Dimension von Menschsein, der sei auf folgenden Youtube-Kanal hingewiesen:
www.youtube.com/ZeroPointofLove
Dort schlägt Natascha das "Himmelsspiel" vor, auch: "den Stecker im Kopf ziehen, der uns lahm legt, gemeinsam nicht mehr das ernst nehmen, was uns stört".
Ihr Intro auf diesem Kanal ist allemal hörenswert, ansteckend visionär und sympathisch wie sie selbst. 

 

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armut

Minderheit werden

 "Lehre uns minderheit werden gott
in einem land das zu reich ist
zu fremdenfeindlich und zu militärfromm
pass uns an deine gerechtigkeit an
nicht an die mehrheit
bewahre uns vor der harmoniesucht
und verbeugungen vor den großen zahlen.

Dorothee Sölle

 

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bowl pixabay rspata


Schale sein, nicht mehr

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale,
die wartet, bis sie gefüllt ist.
Statt ein Kanal zu sein, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt.
Die Schale gibt das, was bei ihr überfließt
ohne eigenen Schaden weiter.
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen,
und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott.
Die Schale ahmt die Quelle nach.
Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist,
strömt sie zum Fluss, wird sie zum See.
Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen und dann ausgießen.
Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen,
nicht auszuströmen.

Ich werde nicht reich werden,
wenn du dabei leer wirst.
Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst,
wem bist du dann gut?
Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle;
wenn nicht, schone dich."

Berhard von Clairvaux (1090- 1153)

[Foto by by pixabay_rspata]
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tree Geralt pixelio.de


Wahrheit, Werte, Fortschritt

„Wenn es keine Wahrheit gäbe, gäbe es kein Wissen, also auch keinen Fortschritt des Wissens. Wenn es keine Werte gäbe oder sie nichts wert wären, gäbe es weder Menschenrechte noch sozialen oder politischen Fortschritt. Jeder Kampf wäre sinnlos. Und jeder Friede."

André Comte-Sponville

[Foto by by_Geralt_pixelio.de]
 
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Endstation by Eugen Haug pixelio.de


Warum sich abkämpfen

 Es gibt keinen Grund für uns, sich dafür abzukämpfen, irgendwo anzukommen. Wir wissen, dass unser letztendlicher Bestimmungsort der Friedhof ist. Warum beeilen wir uns, dorthin zu gelangen? Warum nicht in die Richtung des Lebens schreiten, das im gegenwärtigen Moment liegt?
Thich Nhat Hanh

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David Bohm

Bereit sein

Wir kommen der Wahrheit nicht durch Meinungen näher; sie muss aus etwas anderem zum Vorschein kommen - vielleicht einer freieren Bewegung des still schweigenden Geistes. Wir müssen bereit sein, alte Vorstellungen und Absichten fallen zu lassen und, wenn nötig, zu etwas anderem fortzuschreiten. David Bohm

[Foto by wikipedia]
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Brot by Daniel Kocherscheidt pixelio.de


Brot zu Fleisch
"Unser Leben ist ein Vorgang, durch den sich Brot tatsächlich in Fleisch verwandelt, chemikalisch und ganz ohne Mystik. Materie wandert durch die Körper und nimmt für Bruchstücke von Zeit deren feste Identität an. Materie verwandelt sich und ist einmal Du, dann wieder ich, dann wieder Erde. In dieser Sichtweise ist die Unendlichkeit hier, in jedem Augenblick. Sie strömt durch uns hindurch.
Andreas Weber, Alles fühlt"
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Nachdenklich Uli Stoll Outdoor-Fotografie infoparknplay.de pixelio


Müßig sein
"Ich habe mich oft gefragt,
ob nicht gerade die Tage,
die wir gezwungen sind,
müßig zu sein, diejenigen sind,
die wir in tiefster Tätigkeit verbringen?
Ob nicht unser Handeln
selbst, wenn es später kommt,
nur der letzte Nachklang einer großen Bewegung ist,
die in untätigen Tagen in uns geschieht?
Jedenfalls ist es sehr wichtig, mit Vertrauen müßig zu sein,
mit Hingabe, womöglich mit Freude.
Die Tage, da auch unsere Hände sich nicht rühren,
sind so ungewöhnlich still, daß es kaum möglich ist,
sie zu erleben,
ohne vieles zu hören."
Rainer Maria Rilke

 

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schule_by_peter_hebgen_pixelio

Die Welt: unsere Schule

"Die Welt ist unsere Schule, in der wir lernen und aus einem unerschöpflichen Repertoire schöpfen können. Sie ermutigt uns, weiterzugehen, erwachsen zu werden, Unmündigkeit abzustreifen und dem gewaltigen Konzert der Schöpfungsklänge eine weitere kleine Stimme, ein weiteres zartes Instrument hinzuzufügen. Es gibt keine ernsthafte Alternative zu dieser Einsicht und diesem Schritt, der die Aufbietung unserer schönsten Kräfte erfordert. Das bewusste Leben ist ein Geschenk. Es anzunehmen heißt, sich ihm in der Lebensführung als würdig zu erweisen." Claus Eurich
 
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Network of people K

 
... Menschen der Erde

Der Himmel ist übersät mit Sternen. Wolken ziehen über uns am Tag und in der Nacht. Ozeane senken und heben sich. Was immer ihr gehört habt, dies ist unsere Welt, der Platz an dem wir leben. Was immer man Euch erzählt hat, unsere Freiheit kann man uns nicht nehmen. Unser Herz hört nicht auf zu schlagen. Menschen der Erde, erinnert euch.
Cluetrain Manifesto

Rainer Maria Rilke 1900

 
Inständige Bitte

Man muss Geduld haben
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.

R. M. Rilke

 

question

 
Das Sinn-Los

Das gewöhnliche Leben ist nicht sicher!
Und das gewöhnliche Leben liefert uns
von einem bestimmten Punkt an auch nicht mehr
genügend Sinn: Wir müssen uns
um Selbstverwirklichung bemühen,
um spirituelles Wachstum,
oder wir erfahren den Tod
bei lebendigem Leibe.

Charles Tart


 

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 albert_schweitzer

 
Du lebst nicht allein

Es genügt nicht, bloß zu existieren. Es genügt nicht zu sagen:  'Ich verdiene genug und kann meine Familie ernähren. Ich mache meine Arbeit gut, ich bin ein guter Vater, Ehemann, Kirchgänger.' Das ist alles lobenswert. Aber man muss mehr tun, nämlich immer trachten, etwas Gutes zu tun, irgendwo. Jedermann muss sich auf seine Weise bemühen, sich seinem wahren Wert gemäß zu verwirklichen. Du musst deinen Mitmenschen etwas Zeit widmen. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, unternimm etwas für Hilfsbedürftige, etwas, wofür du kein Geld erhältst.  Denn vergiss nie: Du lebst nicht allein auf dieser Welt. Deine Brüder sind auch noch da." Albert Schweitzer

Foto by: wikipedia

 

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Regenwurm

Es waren mal 2 Menschen

Als sie zwei Jahre alt waren, da schlugen sie sich mit den Händen.
Als sie zwölf waren, schlugen sie sich mit Stöcken und warfen mit Steinen.
Als sie zweiundzwanzig waren, schossen sie mit Gewehren aufeinander.
Als sie zweiundvierzig waren, warfen sie mit Bomben.
Als sie zweiundsechzig waren, nahmen sie Bakterien.
Als sie zweiundachtzig waren, da starben sie.

Sie wurden nebeneinander begraben.
Als sich nach hundert Jahren ein Regenwurm durch ihre beiden Gräber fraß,merkte er gar nicht, dass hier zwei verschiedene Menschen begraben waren. Es war dieselbe Erde. Alles dieselbe Erde.

Wolfgang Borchert
Foto by:wikipedia commons (Luis Miguel Bugallo Sánchez)
 
 
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Nelson Mandela-2008

Wer wir sind

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist, über dass Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant,
großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?

Du bist ein Kind Gottes.
Sich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein
zu machen, dass andere um Dich herum sich
unsicher fühlen.
Wir sind alle dazu bestimmt zu leuchten,
wie es Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz
Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist
in jedem einzelnen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen
lassen, geben wir unbewusst anderen
Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit
sind, befreit unsere Gegenwart automatisch
auch andere.

Nelson Mandela
Foto by:wikipedia commons
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Boy begging in Agra

Namaste

"Einer Überlieferung zufolge soll Mahatma Gandhi auf eine Nachfrage von Albert Einstein, was er denn mit dem bei ihm beobachteten Gruß Namaste ausdrücken wolle, dem Wissenschaftler Folgendes geantwortet haben: "Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind." Wikipedia

Foto by:Gregor Younger (wikipedia)
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freier_wille_by_a._reinkober_pixelio.de

Freier Wille?

"Nehmen wir an, Sie hätten einen freien Willen. Es wäre ein Wille, der von nichts abhinge: ein vollständig losgelöster, von allen ursächlichen Zusammenhängen freier Wille. Ein solcher Wille wäre ein aberwitziger, abstruser Wille. Seine Losgelöstheit nämlich würde bedeuten, dass er unabhängig wäre von Ihrem Körper, Ihrem Charakter, Ihren Gedanken und Empfindungen, Ihren Phantasien und Erinnerungen. Es wäre, mit anderen Worten, ein Wille ohne Zusammenhang mit all dem, was Sie zu einer bestimmten Person macht. In einem substantiellen Sinn des Wortes wäre er deshalb gar nicht Ihr Wille." Peter Bieri

Foto by:by_A. Reinkober_pixelio.de
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Krise R K by CFalk pixelio.de

Die Botschaft inmitten der Krise

"Es gibt immer eine Zeit vor der Krise und eine Zeit danach. Schwere Zeiten genauso wie glückliche Momente sind nicht von Dauer. Darüber hinaus enthält jede Störung ein kreatives Potenzial, einen verborgenen Sinn und eine Lernchance. Deshalb sollte man nicht verkniffen und erbost warten, bis der Spuk vorbei ist. Genau inmitten dieser Barriere ist eine faszinierende Botschaft zu finden. Man muss sich auf den Engpass einlassen, tiefer in seine Struktur eindringen, um erkunden zu können, was sich dadurch ausdrücken möchte. Inmitten der Schwierigkeit ist die Lösung zu finden. Wenn man sich ablenkt, betäubt oder wegschaut, verzichtet man auf dieses Geschenk." Sylvester Walch

 
 
 
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ohne_worte_r_by_andrea_damm_pixelio.de

Eine Ahnung von Licht  

Würden wir uns anstrengen, das eigene Bewusstsein wirklich in seinen Operationen von Gedanken zu Gedanken zu beobachten, würden wir zwar eine eigentümliche Faszination durch Sprache entdecken, aber zugleich auch den nichtkommunikativen, rein internen Gebrauch der Sprachsymbole und eine eigentümlich-hintergründige Tiefe der Bewusstseinsaktualität, auf der die Worte wie Schiffchen schwimmen, aneinandergekettet, aber ohne selbst das Bewusstsein zu sein; irgendwie beleuchtet, aber nicht das Licht selbst. Niklas Luhmann

Foto by: Andrea Damm_pixelio.de

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Sehnsucht

"Nicht ein Traum, sondern eine tiefe, tiefe Erinnerung ist es, die Sehnsucht by Gabi Eder pixelio.deuns in der Berührung des Heiligen anfällt und immer aufs Neue unsere Sehnsucht erzeugt. Und im Namen der  Wahrheit bleibt uns nichts anderes mehr zu tun, als den ganzen Inhalt dieser Sehnsucht zu finden und zu befolgen. Denn die erkannte, die nicht mehr verdrängte und nicht mehr verkitschte Sehnsucht ist der Wegweiser in die heilige Heimat." Dieter Duhm

Foto: by_Gabi Eder_pixelio.de

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Gartenarbeit by www.foto-fine-art.de pixelio.de

 
Unerleuchtet
"Auch wenn ich ernsthaft an die Möglichkeit der Intervention höherer Ebenen glaube, muss ich doch einsehen, dass diese nur selten eingreifen - und dann oft nicht in meinem Sinne. Für das gewöhnliche Bewusstsein sind wir ganz offensichtlich abgetrennte, endliche, ziemlich unerleuchtete Wesen, die sich besser nur auf ihre eigenen Bemühungen verlassen sollten."
Charles Tart

Foto: www.foto-fine-art.de_pixelio.de

 

 

 

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Bomben in Boston

nie läufst du der bombe davon,
denn sie ist immer vor dir
so wie das geheul der gassenhunde
den abendstern erstickt
zu gleich welcher stunde

du schließt deine lider,
aber in der tiefe deiner augenhöhlen
lodern die feuer und haben die verwundeten
platz genommen und
ihre abgerissenen glieder

schluesselblume by berggeist007 pixelio.de

was bleibt, ist einsamkeit
umringt von kläffenden spürhunden und fragen,
die aus den kanaldeckeln nach oben drücken
hinein ins triumphierende glück
der feiernden täter.

was bleibt, ist zu polizeisirenen
geronnene zukunft;
was bleibt, ist die schlüsselblume
 
Bobby Langer

Foto: berggeist007_pixelio.de

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rausausmparadies_by_dieter_schtz_pixelio.de

 
Was Wunden heilt

Jeder, der euch ein Glaubenssystem verkauft, ist euer Feind, denn das Glaubenssystem wird zu einer Barriere für eure Augen, ihr könnt die Wirklichkeit nicht sehen. Selbst der Wunsch, die Wahrheit zu finden, verschwindet. Aber am Anfang ist es bitter, wenn euch alle eure Glaubenssysteme weggenommen werden. Die Angst und Furcht, die ihr seit Jahrtausenden unterdrückt, die aber noch da ist, sehr lebendig ist, wird sofort wieder an die Oberfläche treten. Kein Gott kann sie zerstören, nur die Suche nach der Wirklichkeit und die Erfahrung der Wirklichkeit - nicht ein Glaube - kann alle eure Wunden heilen, euch zu ganzen Wesen machen. Und für mich ist der ganze Mensch der heilige Mensch. Osho*
Foto: Dieter Schütz_pixelio.de

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augenblick_by_gabriela_neumeier_pixelio.de

 

Verabredung mit dem Leben

Du hast eine Verabredung mit dem Leben. Diese findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Wenn du diesen Augenblick verpasst, verpasst du deine Verabredung mit dem Leben. Das ist ganz einfach, ganz klar. 
(Thich Nhat Hanh) 

Foto: by_Gabriela Neumeier_pixelio.de

 

 

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albert_schweitzer

 
Kein Allerweltsmensch sein

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgeschaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden undErfolg haben . I ch lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen, lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs, als dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn wir sagen: Ich bin ein freier Mensch. (Albert Schweitzer)

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handschellen_k_by_rainersturm_pixelio.de

 

 Gefangen im Traum

 

 

Für die Erwachten gibt es nur eine einzige Welt, die ihnen gemeinsam ist; jeder Schlafende hat seine eigene Welt, wohin er ständig zurückkehrt wie in ein Bett oder einen Traum, dessen Gefangener er ist. Das Ich ist dieser Traum. Die Wahrheit dieses Erwachen. Heraklit

Foto: RainerSturm_pixelio.de

 

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blumesein_by_luise_pixelio.de

Unser Blumesein
 
Jeder von uns ist eine Blume, aber manchmal ist unser Blumesein ermüdet und benötigt eine Auffrischung. Wir menschlichen Blumen brauchen Luft. Wenn wir tief und bewusst ein- und ausatmen, werden wir sofort zu blühen beginnen. Wir können während des Sitzens, Stehens, Liegens oder Umhergehens atmen und werden schon nach wenigen Minuten genügend erfrischt sein, um unser Blumesein mit anderen zu teilen.

Unsere Freunde brauchen uns als Blumen. Wenn unsere Freunde traurig sind und bemerken, wie glücklich wir sind, werden sie wieder zu ihrem eigenen Blumesein zurückkehren und lächeln. So stützen wir einander. Wissen wir, wie unser Blumesein wiederzubeleben ist, erweisen wir der Gemeinschaft einen echten Dienst.

Meditation bedeutet, uns selbst und anderen Frieden, Glück und Harmonie zu bringen. "Innehalten" ist die grundlegende Übung der Meditation. Um unser Blumesein lebendig zu halten, müssen wir lernen, unseren Sorgen und Ängsten, unserer Aufregung und Trauer Einhalt zu gebieten. So können wir Frieden und Glück finden und wieder lächeln.

Thich Nhât Hanh

by_Luise_pixelio.de *****************************************

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Weihnachten

Höre nur! Welche Stille
hinter dem Lärm und im Gedärm der Tage
unendliche Fruchtbarkeit.
Ich sehe dich auf dem schweren Weg
über die Schneeflächen deiner Seele
oder träumend am Bachgemurmel,
aber immer, immer allein
wie der Wind, wie die Wolken, wie
die Blüten der Wehmut auf deinem Grund.

Amsel_by_Dietrich_Schneider_pixelio.de


Sieh, wie du dich wiegst
in den Gewissheiten der Bäume und
jenen der Träume,
auf der Suche nach Milde mit dir selbst.
Aus ihnen baue dein Nest aus Seide,
spinne dich ein in einen Melodienkokon,
Kette und Schuss aus Frohsinn und Freude
tragen dich über jede Schlucht
in dir und alle Klüfte der Welt.

 

Spür deinen Geist, spüre die Welt,
sie sind nicht zu trennen.
Dort auf dem First, wo jetzt
anstelle der Amsel eine Lücke ist,
entsteht im Sommer aus der Lücke die Amsel
in dir, in mir, ein Lied in uns.
Und die Kirschblüten, die uns der Frühling beschert,
treiben schon jetzt durch dich,
und die Liebe und Düfte und keimenden Samen.
So geschieht Weihnachten.

Foto: by_Dietrich Schneider_pixelio.de

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glueck_by_m._gromann_pixelio.de

Glück
 
Glück - und das macht es erst zum Glück - lässt sich weder kalkulieren noch planen. Es lässt sich nicht mit den Regeln des Zeitmanagements heranholen. Aufs Glück kann nur warten, wer warten kann. Denn das Warten aufs Glück ist bereits ein Teil des Glücks, auf das man wartet. (Karlheinz Geißler in "Globalo Magazin für nachhaltige Zukunft")

 

 
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meditation_by_johnnyb_pixelio.de

 Aspekte des einen
 
Vom Standpunkt des wachen Meditierenden sind all die verschiedenen Welten, innere und äußere, körperliche und geistige, Tod und Leben, verschiedene Aspekte desselben geheimnisvollen Universums. Sie alle sind einfach verschiedene Kanäle voll leuchtender Signale und bedeutungsvoller Informationen, deren Botschaft von uns erfasst und entfaltet werden will. Arnold Mindell
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Gewalt_by_Gerd_Altmann_pixelio.de

 

 

 

Schmerz
Das Drama der Entwurzelung, das Drama missglückter Liebesbeziehungen, das Drama heimatloser Kinder, das Drama von Trennungsschmerz und menschlicher Verlassenheit ist nicht mehr ein Privatproblem, sondern es ist das gesellschaftliche und menschheitliche Drama unserer Zeit. Hinter der weltweiten Epidemie gnadenloser Gewalt steckt die Erfahrung eines Schmerzes, der anders nicht mehr bewältigt werden kann. Dieter Duhm
 
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wort_by_andrea_damm_pixelio.de

 Das Wort

Du kannst in einer bestimmten Stunden und für bestimmte Menschen zu einem Wort werden oder doch wenigstens in die Nähe dessen kommen, was an dir Wort wäre. Ein Wort sein, das kann so aussehen, dass ein Mensch durch dich und das, was du ihm sagst, ermutigt wird, dass er Trost findet, dass er ein Stück Freiheit findet, dass er seinen Schritt in der nächsten Stunde mit mehr Vertrauen setzt. Wenn du zu einem Wort geworden bist, dann gehen Liebe und Klarheit, Vertrauen und Zuversicht aus von dir für jeweils den Menschen in deiner Nähe, der ohne ein solches Wort an seinem Leben und Schicksal verzagte. Und vielleicht begegnet dir in einer guten Stunde auch selbst ein Mensch, von dem du empfindest: Was der mir sagt, kommt weiter her als nur von diesem Menschen. Es ist - für mich - das Wort, das mich meint.

Jörg Zink (aus: „Die goldene Schnur") .
Foto: by_Andrea Damm_pixelio.de

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gott_by_marianne_j._pixelio.de


Gottesgerücht

Angesichts der überwältigenden Dauer und Allgemeinheit des Gerüchts von Gott und angesichts der Gotteserfahrungen vieler Menschen trägt derjenige die Beweispflicht, der dieses Gerücht als irreführend und diese Erfahrung als Einbildung abtut. Robert Spaemann
 

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musse_by_gaby_stein_pixelio.de

 

 
Muße
 

Muße? Das ist das Gegenteil von Nichtstun. Es ist gesteigerte Empfänglichkeit, ein Tun, das nicht aus dem Zwang der Not kommt, nicht aus der Gier nach Gewinn, nicht aus dem Gebot oder der Pflicht, sondern allein aus der Liebe und der Freiheit. Es ist die anspruchsvollste aller Beschäftigungen, weil sie aus dem Kern unseres Wesens hervorgeht und aus der Freude am Schaffen selbst getan wird. Es ist vor allem die unverwelkliche Fähigkeit zum Staunen und zum Ergriffensein. Christoph Wilhelm Hufeland

 
 
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Lcheln_Gerd_Altmann_Anja_Wichmann_pixelio.de

Lächeln

Ein Lächeln schenkt Glück,
Ein Lächeln kostet nichts und gibt viel.
Es macht den reich, der es empfängt,
und macht den nicht arm, der es gibt.

Es währt nur einen Augenblick –
aber sein Nachhall kann ewig sein.
Niemand ist so reich, dass er es gering achten dürfte.
Niemand ist so arm, dass er nicht davon geben könnte.

Es schafft das Glück zu Hause,
die Stärke bei den Geschäften
und das Gefühl für den Nächsten.
Ein Lächeln gibt Entspannung bei Müdigkeit,
und bei Erschöpfung gibt es neuen Mut.

 

Es ist Trost in der Traurigkeit
und es gibt Heilung bei jedem Schmerz.
Wie gut, dass man es nicht kaufen oder stehlen kann,
denn es hat seinen Wert nur dann,
wenn man es verschenkt.

Und wenn Du eine Stunde erlebst,
die Dir das erwartete Lächeln versagt,
sei nachsichtig und gibt das Deine;
denn niemand braucht ein Lächeln so sehr wie derjenige,
der es anderen nicht zu geben weiß!

(Autor unbekannt)

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erde_by_gerd_altmann_pixelio.de

Modelle einer neuen Zivilisation
 
Die Welt braucht nicht nur gute Menschen, sie braucht vor allem reale neue Lebensformen für eine Zukunft ohne Krieg. Sie braucht Modelle für eine neue Zivilisation, damit wir anfangen können, unseren Planeten auf eine neue, mit den Gesetzen des Lebens übereinstimmende Weise zu besiedeln. Um Frieden zu manifestieren, müssen wir wissen, was Friede ist. Wir müssen die Regeln des Vertrauens und der Liebe lernen. So tief und so neu, als wären wir zum ersten Mal auf der Erde. Dr. Dieter Duhm
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krieg_by_gerd_altmann_pixelio.de

am Krieg teilnehmen
 
Unsere Kultur ist so eingerichtet, dass niemand Zeit hat zu begreifen, was da eigentlich geschieht. Wir nehmen teil am Krieg, weil wir teilnehmen an einer Zivilisation, die überall den Krieg erzeugt. Der Krieg ist ein Bestandteil unserer Zivilisation, unserer Wirtschaft, unseres Konsums und unserer Vorstellungen vom Leben. Unsere eigene, westliche Gesellschaft lebt von Rüstungsindustrie und Waffenhandel, vom Krieg gegen die Natur, vom Krieg gegen die Dorfgemeinschaften und die Bauern der sog. Dritten Welt, vom Krieg gegen die Liebe, vom Krieg gegen die geistigen Anker und Heimatplätze der menschlichen Gattung. Dieser Krieg fordert seine Opfer in Afghanistan oder Irak, in Lateinamerika oder Palästina, aber er fordert seine Opfer auch dort, wo angeblich Frieden und Demokratie herrschen: in den Büros und Fabriken, in den Schulen und Familien, in den Liebesbeziehungen und gescheiterten Ehen ... Und schließlich in der auswegslosen Situation von Menschen, die im Lügenwerk der bestehenden Kultur nicht mehr zurechtkamen: Jede halbe Stunde begeht ein Mensch in Deutschland Selbstmord. Und sind nicht auch die Schlachthöfe, die Pelztierfarmen und Tierlabors ein Teil des alltäglichen Krieges? Muss der Fortschritt einer Kultur wirklich mit so maßlos viel Tierleid verbunden sein? Dr. Dieter Duhm
 
 

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die spur
 
Ich bin weder Christ noch Jude noch Muslim.
Ich gehöre weder zum Orient noch zum Okzident

noch zur Erde noch zum Meer ...
Das Ortlose ist mein Ort,
das Spurlose meine Spur ...
Ich habe die Dualität hinter mir gelassen,
ich habe erkannt, dass beide Welten eins sind;
ich strebe nach dem Einen, ich erkenne das Eine,
ich schaue das Eine, ich rufe das Eine an.
Eines ist der Anfang, das Ende, das Außen und das Innen.

Dschalal ad-Din ar-Rumi

 

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 Den Ort der Begegnung wählen
 
Bewusstsein ist nicht nur individuell, es existiert zwischen uns. Anders formuliert: Wir begegnen uns im Bewusstsein. Es ist der Raum oder das Feld, in dem wirkliche Begegnung geschieht. Wenn wir erkennen, dass wir uns in diesem Feld begegnen, kann sich unser Fokus verändern. Der Einzelne tritt in den Hintergrund, und die Aufmerksamkeit verlagert sich darauf, wie sich dieses Feld zwischen uns verhält. Daraus entsteht auch eine neue Wertehaltung - wählen wir als "Ort der Begegnung" ein trübes, unbewusstes Feld? Oder leuchtet der Ort als eine gemeinsame Absicht auf, dieses Bewusstsein weiter und weiter zu entfalten? Es sind subtile Wahrnehmungen, in denen wir sehen, wie dieses Feld von uns als Einzelnen und gemeinsam getragen wird, und wie sich dieses Feld entweder dynamisch weiter entfaltet, oder stecken bleibt und einsackt. In diesem Gewahrsein entsteht eine Verantwortung für das Feld selbst. Es ist dieser Ort, an dem wir auch unsere Verantwortung für die Evolution des Bewusstseins erst wirklich erfahren.

Das alles passiert zwischen uns, im Intersubjektiven, weil dieses Bewusstsein nicht mein Bewusstsein oder dein Bewusstsein ist. Es ist der Ort, in dem wir uns begegnen, den wir gemeinsam gestalten, sozusagen ein zwischen-menschlicher Ort.

Tom Steininger, leitender Redakteur der deutschen Ausgabe von EnlightenNext(

Foto von Julien Christ_pixelio.de

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www.jenafoto24.de_pixelio.de

 Leiden annehmen

Wenn wir uns wirklich mit etwas Größerem verbunden fühlen, ist es wichtig, dass wir immer bereit sind, die Anstrengung zu machen, unser eigenes Leiden nicht als Ausrede zu benutzen, um für das Leben nicht verfügbar zu sein. Diese Perspektive der Transformation wird uns nicht helfen, von unseren Neurosen frei zu werden, aber sie wird es uns ermöglichen, Verantwortung für sie zu übernehmen, um das Leben in einer größeren Art und Weise anzunehmen, mit all unseren Unzulänglichkeiten, jetzt sofort. Und dieser Schritt kann alles verändern. Unsere Zeit ist begrenzt und wir können entweder diese kostbare Zeit damit verbringen, unseren neurotischen Schmerz zu überwinden, oder wir können uns Dingen zuwenden, die unendlich viel wichtiger sind als der Umstand, dass wir manchmal emotionales Leiden ertragen müssen.
Andrew Cohen

 (Foto von www.JenaFoto24.de_pixelio.de)

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Leid_by_Clarissa_S._pixelio.de

 
Leiden und Wahrheit
 

Leiden ist ein Zeichen dafür, dass Ihnen die Beziehung zur Wahrheit fehlt. Das Leiden wurde Ihnen gegeben, um Ihnen die Augen für die Wahrheit zu öffnen, um zu verstehen, dass es irgendwo Unwahrheit gibt; genauso wie ein körperlicher Schmerz zu verstehen gibt, dass an einer Stelle etwas krank ist. Leid zeigt an, dass irgendwo etwas nicht stimmt. Leid entsteht, wenn Sie in Widerspruch mit der Wirklichkeit leben - wenn Ihre Illusionen sich an der Wirklichkeit, Ihre Lügen sich an der Wahrheit stoßen, wenn Sie leiden. Anders gibt es kein Leid. (Anthony de Mello)

 
(Foto von Clarissa S._pixelio.de)
 
 
 
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Buddha_by_Alexander_Dreher_pixelio.de


Du bist  Buddha

Mein größter Wunsch ist es, dass ihr nicht vergesst, dass Buddha ein andrer Name für euch selbst ist. Wenn jemand so weit gehen will und Buddha und Buddha-Weg unterscheiden will, so mag man sagen, Buddha verweist auf das wahre Selbst und Buddha-Weg verweist darauf, wie das wahre Selbst handelt. Wie dem auch sei, jede dieser Bezeichnungen sind nichts anderes als das wahre Selbst. (Yamada Ryoun Roshi)

 
(Foto von Alexander Dreher_pixelio.de)
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mitgefuehl_by_maria_lanznaster_pixelio.de


Sich einfühlsam verbinden
 
Wenn Menschen es gelingt, sich einfühlsam mit sich und dem Gegenüber zu verbinden, dann verwandeln sich Streit, Aggressivität, Wut oder Ärger in ein wertschätzendes Miteinander. Aufeinander zugehen ist wieder möglich, selbst nach langjährigen und tiefen Verletzungen.

Marshall Rosenberg

 
(Foto von Maria Lanznaster_pixelio.de)

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Achtsamkeit_by_Jerzy_Sawluk_pixelio.de

Achtsam leben

Du Ein mit Hilfe eines achtsamen Lebens entwickelter Geist wird sich wach und frei zeigen.Die auf diese Weise mögliche Überwindung von Zuständen der Angst, des Abgetrenntseins und der Unwissenheit ist eine gute Basis für ein Leben, das sich heil und friedlich anfühlt. Es wird sich gelassen und vorbehaltlos allen Facetten des Daseins stellen und mit ihnen in eine harmonische Beziehung treten können.
(Manfred Folkers, Achtsamkeit und Entschleunigung)
 
Foto: by by_Jerzy Sawluk_pixelio.de

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Notenpapaier_by_Ulrich_Witt_Friedland_pixelio.de

Symphonie Gott
Du bis eine ganz individuelle Note in dieser »Symphonie Gott« und hast als diese »Musik Gott« zu ertönen. Die Note verklingt, die Musik, die wir sind, diese Symphonie klingt weiter, über unseren Tod hinaus. Wir sind die Gespielten eines großen Spielers. Wir sind göttliches Leben, das diese menschliche Erfahrung macht. Wir sind göttliches Leben, das sich inkarniert hat, das Mensch geworden ist, das sich eingegrenzt hat als diese Form ... darum wollen wir nicht vergessen, die Erde zwischen unseren Zehen zu spüren und den Boden unter unseren Füßen. Ein Staubkorn im Weltall, ein Wimpernschalg in diesem zeitlosen Jetzt, das auch in der Sinnlichkeit erscheint.
(Willigis Jäger, Kontemplation – ein spiritueller Weg)
 
Foto: by Ulrich Witt, Friedland_pixelio.de

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Hilfe_by_Gerd_Altmann_pixelio.de

Dann ist es an dir

Wenn einer zu dir kommt
und von dir Hilfe fordert,
dann ist es nicht an dir,
ihm mit frommem Mund zu empfehlen:
»Habe Vertrauen und wirf
deine Not auf Gott«,
sondern dann sollst du handeln,
als wäre da kein Gott,
sondern auf der ganzen Welt nur einer,
der diesem Menschen helfen kann,
du allein.
Martin Buber

Foto: by_Gerd Altmann_pixelio.de

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Schaukel_by_Simone_Hainz_pixelio.de

 
Öffne dich!
 

Lass dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten.

Pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen;
schaukle so hoch du kannst mit einer Schaukel ... bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich, „verantwortlich“ zu sein, tu’ es aus Liebe.
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt.  Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärest verzaubert.
Kichere mit Kindern. Höre alten Leuten zu.
Öffne dich. Tauche ein. Sei frei. Preise dich selbst.
Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

 Joseph Beuys
Foto: by_Simone Hainz_pixelio.de

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rose_by_axel_hoffmann_pixelio.de


Blütenbotschaften
Blüten sind so langsam, gemächlicher noch als Uhren. Deshalb vermitteln sie uns oft den Eindruck des Statischen und nicht des Lebendigen. Dieser kleine Videofilm zeigt wunderbare Blüten im Zeitraffer und demonstriert sie in all ihrer Lebendigkeit.

Foto: Axel Hoffmann_pixelio.de
 
 
 
 
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georg_danzer_1946-2007_in_imst_austria

 

 Freiheit
 
Das gleichnamige Lied von Georg Danzer , einem 2007 verstorbenen Liedermacher, muss man einfach anhören, um verstehen, weshalb es eine "Perle der Woche" wurde: Leicht und schwer zugleich, eingängig und weise.
 
Danke, liebe Anne, dass Du's vorgeschlagen hast
 
Foto: Hannes Schneidermaye/wikipedia commons

 

 

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2_kinder_by_heike_berse_pixelio.de

 
Räuberherz
 
Wie dpa kürzlich meldete, brach ein Räuber in ein
Einfamilienhaus in Schwanewede in Niedersachsen ein.
Dort fand er unvermutet einen Babysitter und zwei
Kinder vor. Der Mann bedrohte den Babysitter und
verlangte Geld, woraufhin ihm die beiden Kleinen
ihr Erspartes anboten. Das beeindruckte den Räuber
so sehr, dass er wortlos die Pistole einsteckte und
davon lief.
 
Foto by Heike Berse_pixelio.de

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tobendes_Leben_by_joakant_pixelio.de

Die Einheit hinter der Vielheit

Die Einheit, die ich hinter der Vielheit verehre, ist keine langweilige, keine graue, gedankliche, theoretische Einheit. Sie ist ja das Leben selbst, voll Spiel, voll Schmerz, voll Gelächter.

Du kannst jederzeit in sie eintreten, sie gehört Dir in jedem Augenblick, wo Du keine Zeit, keinen Raum, kein Wissen, kein Nichtwissen kennst, wo Du aus der Konvention austrittst, wo Du in Liebe und Hingabe allen Göttern, allen Menschen, allen Welten, allen Zeitaltern angehörst.

Hermann Hesse
(Foto: joakant_pixelio.de)

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Freundschaft_by_Dieter_Schtz_pixelio.de

Follow your heart

Your time is limited. So don’t waste it living someone else's life. Don’t be trapped by dogma which is living with the results of other people's thinking. Don’t let the noise of other people's opinion drown down your own inner voice. And most important: Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Steve Jobs

Foto by_Dieter Schütz_pixelio.de
[Ich habe dieses Foto zweimal verwendet, weil es für meine Begriffe zu beiden Perlen prima passt.]
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Freundschaft_by_Dieter_Schtz_pixelio.de

Stand by me

Dieser Song von Ben E. King ist zu einer Hymne geworden, die weltweit gesungen wird gegen Missgunst und Feindschaft und für die Solidarität aller Menschen für einander. Die Musiker variieren den Song immer wieder aufs Neue. Hier zwei bewegende Varianten (und danke für die Erinnerung an dieses wunderbare Lied an Lu).

- Stand by Me - Playing for Change
- Das Original von Ben E. King

- Und so hat das John Lennon gesungen

Hier zur Orientierung der englische Text, den ich auf meine Weise übersetzt habe:
 

When the night / has come / and the land is dark
and the moon / is the only / light we'll see
no I won't / be afraid / oh I won't / be afraid
just as long / as you stand / stand by me

So darling darling / stand by me / oh stand by me
oh stand / stand by me / stand by me

If the sky / that we look upon / should tumble and fall
or the mountain / should crumble / to the sea
I won't cry / I won't cry / no I won't / shed a tear
just as long / as you stand / stand by me

So darling darling / stand by me / oh stand by me
oh stand / stand by me / stand by me

 

Deutsch:

Wenn es Nacht geworden ist und das Land dunkel ist
und der Mond das einzige Licht ist, dann verstehen wir:
Nein, ich werde mich nicht fürchten, solange du mir beistehst.

Also Geliebte(r) steh mir bei, oh steh mir bei,
steh, steh mir bei.

Wenn der Himmel, zu dem wir empor sehen, wanken und fallen sollte
oder wenn alle Berge vom Meer zermahlen werden,
werde ich nicht weinen, und keine Träne vergießen,
so lange du mir beistehst.

Also Geliebte(r) steh mir bei, oh steh mir bei, steh, steh mir bei.

Foto by_Dieter Schütz_pixelio.de

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Weg_by_johnnyb_pixelio.de

Der nutzlose Weg


Jeder Weg ist nur ein Weg, alle führen nirgendwo hin. Es ist kein Verstoß gegen sich selbst oder andere, ihn aufzugeben, wenn dein Herz es dir befielt. Sieh dir jeden Weg scharf und genau an. Versuche ihn so oft wie nötig. Dann frage dich, und nur dich allein: Ist es ein Weg mit Herz? Wenn ja, dann ist es ein guter Weg, wenn nicht, ist er nutzlos.
 
Carlos Castaneda, Die Lehren des Juan
Foto by_johnnyb_pixelio.de

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laozi

Wer andere kennt, ist klug,
Wer sich selber kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft.
Wer sich selber besiegt, ist stark.
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer sich begnügen kann, ist reich.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer. Wer auch im Tod nicht untergeht, der lebt.

Latose

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334px-Sitting_Bull

 

Schönheit

 

May it be beautiful before me.
May it be beautiful behind me.
May it be beautiful above me.
May it be beautiful below me.
May I walk in beauty.

 

(überlieferter Spruch der Navajo-Indianer)

Foto von Sitting Bull: wikipedia

 

 

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porsche_by_thomas_siepmann_pixelio.de

Diese Welt ist ein Wunder!

"Diese Welt ist ein Wunder! Sie ist ein unglaubliches Wunder! Und wenn du es schaffst, dich als Teil dieses Wunders zu fühlen - nicht das Du mit den zwei Augen und den zwei Füßen, sonder das DU, dein innerstes Wesen - was kannst du dann noch wollen? Hm? Was kannst du dann noch wollen? Ein neues Auto?"
(Tiziano Terzani)
Foto:Thomas Siepmann/pixelio.de

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Raupe_Schmetterling01_by_Jonas_pixelio.de

Lasst uns eine Schmetterlingsbewegung aufbauen!

„Es gibt eine wunderbare Analogie für Veränderungsprozesse aus der Natur, wenn man einmal an die Welt der Schmetterlinge denkt.

Und dabei handelt es sich um mehr als nur eine bildliche Metapher, wie die amerikanische Autorin Norie Huddle* in ihrem Buch wissenschaftlich beschreibt: Wenn sich eine Raupe in ihren Kokon einspinnt, dann entstehen – so wissen wir heute – in ihrem Körper neue Zellen, die von der Wissenschaft Imago-Zellen genannt werden. Sie schwingen in einer anderen Frequenz als der Rest des Raupenkörpers. Sie sind so andersartig, dass das Immunsystem Raupe sie für feindliche Fremdkörper hält, sie angreift und verschlingt. Aber diese neuen Imago-Zellen tauchen weiter auf und werden immer mehr. Schon bald kann das Immunsystem der Raupe diese Zellen nicht mehr schnell genug vernichten. So überleben immer mehr der Imago-Zellen diese Angriffe. Und dann passiert etwas Erstaunliches: die kleinen und bis dahin ziemlich einsamen Imago-Zellen beginnen sich in kleine Gruppen zu verklumpen. Dabei schwingen sie auf einer ähnlichen Ebene und beginnen von Zelle zu Zelle Informationen miteinander auszutauschen.

Dann, nach einer Weile, passiert wieder etwas höchst Erstaunliches: diese Klumpen von Imago-Zellen beginnen Gruppen zu bilden! Sie ergeben einen langen Faden von in Haufen verklumpten Imago-Zellen, die in der gleichen Frequenz schwingen und nun in größerem Maßstab miteinander innerhalb der Raupe_Schmetterling_Erika_Hartmann_pixelio.deverpuppten Larve Informationen austauschen. Dann, an einem bestimmten Punkt, scheint dieser lange Faden von Imago-Zellen plötzlich zu begreifen, dass er etwas ist. Etwas anderes als die Raupe. Etwas Neues! Und mit der Erkenntnis einer eigenen Identität verwandelt er den alten Raupenkörper von innen. Diese Erkenntnis ist die eigentliche Geburt des Schmetterlings. Denn damit kann jetzt jede Schmetterlingszelle ihre eigene Aufgabe übernehmen. Für jede der neuen Zellen ist etwas zu tun, alle sind wichtig. Und jede Zelle beginnt das zu tun, wo es sie am meisten hinzieht. Und alle anderen Zellen unterstützen sie darin, genau das zu tun. Das ist die perfekte Methode. Einen Schmetterling zu erschaffen. Und ein perfekter Weg, eine Schmetterlingsbewegung aufzubauen …“

… „Menschen, die für neue Möglichkeiten wach werden, sind so etwas wie die Imago-Zellen der Gesellschaft.“

 

“* Butterfly – a tiny tale of great transformation, 1990”

aus:

Lüpke, Geseko von: „Die globale Zivilgesellschaft als kulturelle Kraft des Wandels“,S. 239 – 240 in: Lüpke, Geseko von (2009): Zukunft entsteht aus Krise. Riemann Verlag, München

Fotos:
Raupe: Jonas_pixelio.de
Schmetterling: Erika Hartmann_pixelio.de

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nick-vujicic

Leben lernen, ans Leben glauben

Von Nick Vujicic kann man Leben lernen. Ich war schon das erste Mal beeindruckt, als ich ihn gesehen habe. Jetzt wurden wir von Miriam Duch wieder an seine Lebenskraft erinnert. Schau mal HIER .

 

 

 

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karma_by_thomas_max_mller_pixelio.de

Karma

Wenn es richtig verstanden wird, birgt das Gesetz des Karma unendliche Hoffnung. Besagt es doch, dass das Schicksal des Menschen in dessen eigener Hand liegt. Es besagt, dass der Mensch auf sich selbst vertrauen soll. Er selbst entscheidet über die Art der Erfahrungen, die in Zukunft auf ihn zukommen.

Er ist der Meister über seine Bestimmung. Er ist der Architekt seines Schicksals. Er hat in diesem Universum nichts zu fürchten, nichts außer seinen eigenen falschen Taten und Gedanken. Er sollte zu sich selbst sagen: "Wer hat die Macht, mir irgendeine Erfahrung aufzuerlegen, die ich nicht frei gewählt habe? Niemand auf Erden hat die Macht, mich zu verletzen, mir Kummer zuzufügen, Zerstörung oder Böses über mich zu bringen!"

Solch ein Menschen ist unendlich mutig. Er ist entschlossen, sein Leben in eine strahlende und glückliche Zukunft zu führen. Das Gesetz des Karma motiviert ihn, die rechte Art von Samen zu säen und all seine Taten nach der Vollkommenheit auszurichten.

Dieses Gesetz erhält den moralischen Maßstab dieses Universums aufrecht. Ohne dieses Gesetz gäbe es keinen Grund, Böses zu unterlassen oder Gutes anzustreben. Diese beiden Möglichkeiten des Handelns entspringen diesem herrlichen Gesetz. Der Mensch weiß: Unterlässt er das Böse nicht, sät er Disteln und Dornen. Wenn er aber Gutes tut, wird er die Früchte seiner guten Taten ernten.

So gesehen ist das Gesetz des Karma keineswegs eine fatalistische Lehre. Im Gegenteil, es ist eine Lehre, die einen hohen Grad von Ordnung enthält. Sie ist die Grundlage der moralischen Ordnung im gesamten Universum, und die Haltung, die sie im Menschen hervorbringt, ist Furchtlosigkeit.

Sie erfüllt den Menschen mit Furchtlosigkeit und unendlichem Mut und einem starken Drang, in all seinen Gedanken und Taten vollkommen, gut und erhaben zu sein.

Swami Sivananda in seiner Biografie "This Monk from India".

 Foto: Thomas Max Müller_pixelio.de)

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Gier_by_Rike_pixelio.de

Konsum-Glück

"Ich sehe eine unzählbare Masse von Menschen, alle gleichberechtigt und einander gleich, die umeinander kreisen, um kleine und vulgäre Vergnügen für sich zu ergattern, mit denen sie ihre Seelen füllen. Jeder von ihnen, in gewisser Entfernung von den anderen isoliert, steht dem Schicksal aller anderen wie ein Fremder gegenüber: Seine Kinder und seine persönlichen Freunde machen für ihn die ganze Menschheit aus. Was seine Mitmenschen betrifft, so ist er ihnen nahe, aber ohne sie zu sehen: er berührt sie, aber fühlt sie nicht; er existiert nur in und durch sich selbst... Über all diesen Menschen wacht eine gewaltige Schutzmacht, die allein deren Vergnügen garantiert und deren Schicksal beaufsichtigt. Sie ist absolut, raffiniert, gleichmäßig, berechnend und mild. Sie wäre eine väterliche Macht, falls wie dort ihr Ziel darin bestünde, die Menschen auf männliche Reife vorzubereiten; aber im Gegenteil, sie bemüht sich nur darum, die Menschen unwiderruflich in der Kindheit festzuhalten, sie wünscht ihre Bürger glücklich, so lange wie sie von nichts anderem träumen, als glücklich zu sein.“

(De Tocqueville, De la Démocratie en Amérique, 1835).

 (Foto: Rike_pixelio.de)

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aufbrechen_by_erich_keppler_pixelio.deAufbrechen

Aufbrechen, obwohl es Grenzen gibt,
aufbrechen und Neuland entdecken.
Aufbrechen, obwohl die Wege noch unklar sind,
aufbrechen und Möglichkeiten suchen.
Aufbrechen, obwohl das Ziel noch in der Ferne liegt,
aufbrechen und das Ziel im Auge behalten.
Aufbrechen, obwohl nicht alle mitkommen,
aufbrechen mit Menschen, die mitwollen.
Aufbrechen, auch wenn kaum Kraft dafür ist,
aufbrechen und vertrauen auf die neuen Perspektiven, die sich bieten werden.
Aufbrechen und vertrautes Terrain hinter sich lassen,
aufbrechen in eine neue Zukunft.

(Autor unbekannt)
eingereicht von Agnes Jasper, herzlichen Dank

 (Foto: Erich Keppler_pixelio.de)

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sprung_ins_wir_by_gerd-altmann_pixelio.de

Sprung ins Wir

 In seinem kürzlich erschienen Buch "Sprung ins Wir" spricht der Arzt und Psychotherapeut Dietmar Hansch über das Geheimnis und die tiefe Positivität und Zuversicht, die aus der Erkenntnis kommen, dass wir verantwortlicher Teil eines großen Abenteuers der Entwicklung sind:

Für intelligente und gebildete Menschen gibt es heute eine Überfülle an Tatsachen und Entwicklungen, die geeignet sind, Hoffnungslosigkeit und Resignation zu wecken. Ich selbst gehe in solchen Situationen immer sehr weit auf Abstand. Dann sehe ich Aras in den dampfenden Wäldern Amazoniens und bunte Korallenfische in kristallklarer See. Ich sehe Perikles vor der Akropolis sprechen, Galilei durch sein Fernrohr schauen und Armstrong den ersten Schritt auf den Mondboden tun. Ich ahne die Symmetrien Bach'scher Fugen und sehe Michelangelo an den Fresken der Sixtinischen Kapelle arbeiten.
Ich sehe die Konturen schwitzender Hochofenwerker vor weißer Glut und erschöpfte Krankenschwestern an den Betten ihrer Patienten. Ich sehe Jefferson beim Verlesen der Unabhängigkeitserklärung und Gandhi vor Millionen friedlicher Menschen.
Und wenn das und noch vieles andere vor meinem inneren Auge erscheint, dann wird mir mit einem leichten Schauder bewusst: Die Geschichte des Lebens und die Geschichte der Menschheit ist trotz aller Schattenseiten ein atemberaubendes Faszinosum, und auf das Ganze gesehen ist die Fähigkeit zu Weiterentwicklung und Fortschritt doch unübersehbar. Wir haben Verantwortung nicht nur für uns selbst. Wir haben Verantwortung auch für den Sinn des Strebens, Leidens und Sterbens unserer Vorfahren. Wir haben Verantwortung für die Lebenschancen unserer Nachfahren.
Wir sind Staffelläufer in einem Wettkampf, der vor Jahrmilliarden im Urmeer startete. Wir wirken mit an einer riesigen Kathedrale, deren Bau vor Jahrtausenden begonnen wurde, für dessen Gelingen Millionen von Menschen Schweiß und Blut gegeben haben. Und wenn wir in Momenten der Entmutigung auf Abstand gehen und uns all das bewusst machen, dann werden wir spüren: Niemals dürfen wir zulassen, dass die gewaltige und wunderbare Kathedrale der menschlichen Kultur vollends einstürzt oder gar der Staffellauf des Lebens zum Erliegen kommt.
Ich wollte bei mir und Ihnen ... die Überzeugung stärken, dass wir das Potenzial zum Sprung in eine höher integrierte Form von Gemeinschaft in uns tragen ... Damit würden sich unsere Chancen, unser kollektives Schicksal positiv zu gestalten, dramatisch verbessern. Wir sollten niemals ermüden im Kampf, diese Chancen zu nutzen.

(zitiert nach enlightennext.org) Foto: Gerd-Altmann_pixelio.de

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Sehnsucht

wind_by_johnnyb_pixelio.de

Wohin mit der Sehnsucht nach einer ekstatischen Lust, die eine bleibende göttliche Spur im eigenen Leben hinterlässt, nach einer Liebe,
die mehr ist als nur emotionale Absicherung in einer gleichermaßen mühsam aufrecht erhaltenen Liebesbeziehung?
Nach einer über das Persönliche hinausgehenden Liebe?
Nach einer Liebe, so frei und
frei lassend wie der niemandem
gehörende Wind, so wild und so zärtlich?
(Franz Lang)

(Foto: johnnyb_pixelio.de)

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Illusionstheater_by_olga-meier-sander_pixelio.de

Illusionstheater

Wir müssen uns wahrscheinlich eingestehen, dass die ganze Nachhaltigkeitskommunikation Teil des großen Illusionstheaters ist. Sie tritt immer mit der Konjunktiv-Rhetorik auf: "Wir könnten, wir sollten, wir müssten jetzt". Aber in Wirklichkeit glaubt keiner, dass wir ernsthaft den Konjunktiv verlassen. Auch die Wissenschaftler nicht. Keiner kommuniziert die Konsequenz im Fall des Misslingens.

Der Sozialwissenschaftler Harald Welzer in OYA 07/2011

(Foto: Jens-Bredehorn_pixelio.de)

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Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

Stufen_by_Rolf-Handke_pixelio.de

In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohl an denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(Foto: Rolf-Handke_pixelio.de)
 
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Über das Eine

sonnenblumenspielerei-k_by_angelal_pixelio

Als unendliches und alles umarmendes Bewusstsein ist es sowohl das Eine als die Vielen, das Einzige und Alles, die Quelle und Soheit, Ursache und Bedingung, so dass alle Dinge lediglich eine Geste dieses Einen, und alle Formen sein Spiel sind. Als Unendlichkeit fordert es Ehrfurcht, als Gott verlangt es Verehrung; als Wahrheit verlangt es Weisheit; als das eigene wahre Selbst fordert es Identität. In seinem Sein ist es ungehindert, und dieses Ungehinderte durchdringt den Kosmos. In seinem Handeln hinterlässt es keine Spur, eine Spurlosigkeit in die Ewigkeit. Seligkeit jenseits von Seligkeit - es kann nicht gefühlt werden. Licht jenseits von Licht - es kann nicht entdeckt werden. In seiner Offensichtlichkeit wird es nicht einmal vermutet. Als reine Gegenwart leuchtet es eben jetzt.

 aus: Ken Wilber, Das Atman-Projekt (Collected Works, p.239)
(Foto: AngelaL_pixelio.de)

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Kerze sein, nicht mehr

Nimm Dir eine Kerze. Gleich welche. Fang damit an, dass Du Dich entscheidest, mit einer Kerze zusammen zu sein.

Zünde sie an und schau zu, wie sie zunächst unruhig brennt, aber dann doch in eine gewisse Konstanz findet.

Kerzenlicht_by_Ulla-Trampert_pixelio.deDu und diese Kerze, Ihr seid an Bord des Lebensschiffes. Das Licht der Kerze hängt von den Umständen ab: Wackelt der Boden, auf dem sie steht, so sehr, dass sie umzufallen droht? Zieht es in der Kajüte? Oder ist sogar ein Windstoß zu befürchten und damit ihr Erlöschen?

So geht es Deiner inneren Mitte, Deiner Stabilität, Deinem festen Grund. Du könntest ihn auch – analog zur Kerze - als das Licht in Dir verstehen, die ewige Qualität der Schöpfung, die sich in Deinem ganz persönlichen und einmaligen Leben äußert – auch jetzt, während Du dies liest. Diese Qualität ist so still, leuchtend und präsent wie der Schein dieser Kerze. Doch jeder flüchtige Gedanke in Dir wirkt wie ein kleiner Luftzug, jede wirre Emotion wie wackeliger Boden, der die Stabilität der Kerze bedroht. Was wäre die Kerze ohne Licht und was wärest Du ohne die stille Zuverlässigkeit des Lebens in Dir?

Für Kerzen ist es einerlei, wie sie aussehen, groß oder klein, dick oder schlank, aufwändig verziert oder schlicht. Am besten brennen sie aus ihrer Mitte heraus. In ihrem Licht sind sie sich ebenso gleich wie in ihrem Verzehren. Was zählt, ist ihr Schein in der Dunkelheit. Auch Du musst nichts beweisen, weder Dir noch der Welt, musst Dein Leben nicht rechtfertigen durch welche Leistungen auch immer. Es genügt, wenn Du scheinst. Und das kannst Du nicht, indem Du etwas tust oder leistest, sondern indem Du bist; indem Du Dich vom Leben umarmen lässt; indem Du liebst. Wenn so Deine Flamme kraftvoller brennt, stellt sich alles andere auf rechte Weise ein.

Lass uns Teil eines Lichtermeeres werden. Das ist meine Hoffnung. Und auch diese: Dass Du sie teilen magst.

Bobby

(Foto: Ulla-Trampert_pixelio.de)

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Finden statt suchen

Ich suche nicht - ich finde. Suchen, das ist ausgehen von alten Beständen und ein Findenwollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue, das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im Ungeborgenen sich geborgen wissen, die in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht - menschlich beschränkt und eingeengt - das Ziel bestimmen. Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis, für jedes neue Erlebnis im Außen und Innen, das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.
Pablo Picasso

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Frühherbst

Die Stirn bekränzt mit roten Berberitzen
steht nun der Herbst am Stoppelfeld,
in klarer Luft die weißen Fäden blitzen,
in Gold und Purpur glüht die Welt.
  seh hinaus und hör den Herbstwind sausen,

vor meinem Fenster nickt der wilde Wein,
von fernen Ostseewellen kommt ein Brausen
und singt die letzten Rosen ein.

Ein reifer roter Apfel fällt zur Erde,
ein später Falter sich darüber wiegt -
ich fühle, wie ich still und ruhig werde,
und dieses Jahres Gram verfliegt.


Agnes Miegel (1879 - 1964)

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 Wann i nimmer weiter woaß
 

Wann i nimmer weiter woaß im Durchanand
Von Lebn und Lust und Leid und Werdn und Sterbn
Nimm i mi aufd Nacht selber bei der Hand
Lass mi falln und schaug ind Stern

Wias da blinkt und blitzt und blüht am Himmelszelt
Werd mei Herz auf oamoi wieder froh
So unendlich weit ist doch die ganze Welt
No vui weiter als i denka ko

Und i werd ganz kloa
Kumm mir winzig vor
Fast als gabats mi
Nimmer mehr

Und i schenk mi her
Bin ois und neamand mehr
Nur a Tropferl
Im Meer

(Konstantin Wecker)

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 Revolution von innen

Wir gehören nicht mehr zu denjenigen, die daran glauben, dass sich die Welt durch große Massenbewegungen verändern ließe, durch Auflehnung und Revolte gegen die Herrschenden, so vital dieses Bild der Kraft auch sein mag. Eine kraftvolle, gewaltfreie Revolution auf den Straßen, das mag ein Teil des Ganzen sein, aber zu fein, zu subtil, zu tiefgreifend sind die nötigen Veränderungen, die vollzogen werden müssen, um langfristig Kriege verhindern zu können. Die Revolution im Äußeren muss von einer bewussten Revolution im Innern begleitet sein, ohne das wird es kaum einen wahren Sieg geben können. Viele wissen heute: Die Erde ist nur noch zu retten, wenn die Menschheit eine Transformation vollzieht, wenn sie sich aufrafft zu einer neuen Intelligenz und zu einer neuen Bereitschaft zu Wahrheit und Solidarität. Etwas muss geschehen, etwas, das tiefer greift und umfassender ist als alle bisherigen Revolutionen. Eine Weltrevolution, die sich nicht im Kampf gegen bestehende Systeme erschöpft, sondern sich mit der Kraft einer höheren Ordnung verbindet, liegt in der Luft: die Revolution der Liebe – und das Erzeugen von Lebensverhältnissen, in denen sich die Liebe als dauerhafte Lebensform entwickeln kann. Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Sabine Lichtenfels (www.sabine-lichtenfels.com)

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Eimer und Fackel

Man sah Rabi’a in den Straßen von Basra mit einem Eimer Wasser in der einen Hand und einer Fackel in der anderen Hand. Als sie gefragt wurde, was dies zu bedeuten habe, antwortete sie: „Ich will Wasser in die Hölle gießen und Feuer ans Paradies legen, damit diese beiden Schleier verschwinden und niemand mehr Gott aus Furcht vor der Hölle oder in Hoffnung aufs Paradies anbete, sondern nur noch um Seiner ewigen Schönheit willen.“
(Rabia von Basra, islamische Mystikerin)

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Um den Baby-Buddha kümmern

Achtsamkeit zu üben bedeutet, sich bestmöglich um das Baby in uns zu kümmern und es in jedem Moment unseres Lebens zur Welt zu bringen. Jeden Moment, in dem wir wirklich wach sind, wird ein Baby-Buddha geboren. Wenn wir Frieden praktizieren und lächeln können, kann unser Frieden das gesamte Universum beeinflussen. Jeder von uns geht schwanger mit einem Buddha. Jeder besitzt Buddha-Natur. Jeder ist ein werdender Buddha. Wir müssen uns gut um unseren Baby-Buddha kümmern.
(Thich Nhat Hanh)

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Grausamkeit gegen Tiere

Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, dass diese so genannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstieges entgegengehen? Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, das heißt als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag – mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut – hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren.
(Alexander von Humboldt, 1769-1859)

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Violence

When you call yourself an Indian or a
Muslim or a Christian or a European, or
anything else, you are being violent.
Do you see why it is violent?
It is because you are separating yourself
from the rest of mankind.
When you separate yourself by belief, by
nationality, by tradition, it breeds violence.
So a man who is seeking to understand violence does not belong
to any country, to any religion, to any political party or partial system;
he is concerned with the total understanding of mankind.
(Jiddu Krishnamurti)

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Spiritualität heißt nicht Rückzug

Meine Form der Spiritualität ist ihrer Form nach nicht Rückzug, sondern persönliches und kollektives Engagement. Das stammt zum Teil aus unserer griechischen Tradition. Das Wort "Idiot" kommt aus dem Altgriechischen - ein Idiot war demnach jemand, der sich nicht im öffentlichen Leben engagierte. Es gibt also eine alte griechische Tradition des Engagements, die mich unter anderem geprägt hat. Für mich bildet das weltliche Engagement eine Erweiterung meines spirituellen Lebens.
(Arianna Huffington, US-amerikanische Journalistin)

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Was wir tun können

Einen wichtigen Schritt können wir alle schon heute tun, nämlich heraustreten aus der uns von den Herrschenden zugewiesenen Rolle als einsame Konsumenten in einer gierigen, sinnlosen Welt. Denn wir sind viel mehr. Wir sind Teile einer lebendigen, intelligenten, kreativen und sinnvollen Welt. wir müssen unsere Identität erweitern und sie wieder mit unserer inneren und äußeren Umwelt verbinden. Jeder von uns steht täglich an der Grenze, an der wir entscheiden müssen, ob wir Teil der Lösung oder Teil des Problems sein wollen. Es geht um die Wiedereroberung unseres Selbst als verantwortliche Bürger dieser Erde und um das Erwachen aus dem verführerischen Traum des globalen Konsumenten.
(Jakob von Uexküll, Stifter des Alternativen Nobelpreises)

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