Willkommen im Bobbyversum
- gurufreie Zone -
 

 Tröpfeln immer wieder herein ...
zuletzt stirbt eben die Hoffnung.

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Bussis für den Bus

 

Daumen_by_Thommy-Weiss_pixelio.de(pp).- Fernbusse sind laut Umweltbundesamt CO2-freundlicher unterwegs als alle anderen Verkehrsmittel - vom Fahrrad einmal abgesehen. Weil das so ist, sind drei junge Studenten dabei, den Fernbusverkehr zu revolutionieren – mit einer Gesetzeslücke in dem aus dem Jahr 1934 stammenden Personenbeförderungsgesetz.

 

Der Hintergrund: In Deutschland darf sich jeder Mensch einen Reisebus mieten und damit von Stadt zu Stadt fahren. Dieses Prinzip macht sich DeinBus.de zunutze: Jeder DeinBus.de-Kunde kann über das Portal einen Reisebus für seine Wunschverbindung reservieren. Die Fahrt wird dann auf DeinBus.de sowie über soziale Internetnetzwerke wie Facebook und Twitter bekannt gemacht, sodass sich Mitfahrer problemlos anschließen können - ähnlich einer Mitfahrgelegenheit. Ist die jeweilige Mindestauslastung erreicht, findet die Fahrt garantiert statt (falls die Fahrt nicht stattfindet, wird man rechtzeitig per E-Mail informiert, und es entstehen keinerlei Kosten). Mit steigender Nachfrage entsteht so ein verlässliches Stadt-zu-Stadt-Beförderungssystem.

 

DeinBus.de bietet außerdem die Möglichkeit, eine eigene regelmäßige Mitfahrbus-Linie mühelos zu organisieren. Reisebus samt Busfahrer wird gestellt, das Geld wird stellvertretend eingesammelt und es gibt sogar ein Ausfallrisiko: Falls bis sieben Tage vor Beginn der Fahrt nicht genügend Mitfahrer zusammengekommen sind, wird die Fahrt kostenfrei storniert.

Mai 2011


Größtes Fahrrad-Leihsystem der Welt
 

(pp/love-green).- China hat sich in den letzten Jahren von einem Land der Fahrradfahrer zu einem Land der Autofahrer entwickelt. Mit entsprechenden Folgen für die Verkehrsdichte und vor allem für die Umwelt. Nun denken die Chinesen um und besinnen sich ihrer Vergangenheit. Das weltweit größte Leihfahrrad-System gibt es in der Millionen-Metropole  Hangzhou. An 2.050 Standorten gibt 51.500 Leih-Fahrräder. Die fast sieben Millionen Einwohner können damit alle 200 bis 300 Metern ein Fahrrad ausleihen oder wieder abgeben. Dieser Service kommt gut an, werden doch durchschnittlich 240.000 Touren mit Leih-Fahrrädern zurückgelegt – pro Tag. Kein Wunder, dass die Anzahl der Leih-Fahrräder bis 2020 auf 175.000 Stück ansteigen soll.

Mit Dank an Love Green sowie Do The Green Thing

Juni 2011


 
Insel mit Zukunft
 

(pp/love-green).- Die kanarische Insel El Hierro geht in Sachen Elektromobilität einen ungewöhnlichen Weg. Die Bezirksregierung hat 6.000 Elektrofahrzeuge gekauft – für die rund 10.000 Einwohner. Zudem wurden die bestehenden Benzin-Tankstellen in Ladestationen umgewandelt. Bezahlt wird das innovative Mobilitätskonzept mit Hilfe einer wöchentlichen Pauschale, die von jedem Einwohner entrichtet wird. Das Vorhaben rechnet sich schon deswegen, da die teuren Importkosten für die Beschaffung von fossilen Treibstoffen entfallen.

Mit Dank an Love Green

Juni 2011


 

Kartoffelglück

Der Bioland-Hof Ellenberg in Niedersachsen (in der Nähe von Bad Bevensen) wurde in der Öffentlichkeit durch seinen unermüdlichen Einsatz für die beliebte Kartoffelsorte Linda bekannt, die aus Profitgründen vom Markt verschwinden sollte. Der Ellenberg-Hof hat das Know-how für Kartoffelzucht und den Anbau von rund 170 Kartoffelsorten erworben, ca. 35 werden jährlich dem Verbraucher als Pflanzgut und Speisekartoffel angeboten. Interessenten schickt der Hof im November eine Pflanzkartoffelliste mit Sortenbeschreibung zu. Ein eigenes Kartoffellabor bietet als Dienstleistung individuell gezüchtete Kartoffelpflänzchen an. Dazu wird nach individuellen Wünschen eine bestimmte Sorte vermehrt und als Pflänzchen verschickt. Diese kann man dann in Pflanztöpfe umpflanzen und in einem Gewächshaus zu seiner besonderen Sorte heranwachsen lassen. Innerhalb von drei bis vier Monaten bilden diese Pflanzen dann kleine Knollen, die für den Garten oder Feldanbau nutzbar sind.

Der Bioland-Hof Ellenberg (www.kartoffelvielfalt.de) betreibt einen Kartoffelladen in Barum und liefert via Internetshop direkt zum Verbraucher.


 

Oliven für die Zukunft

Morea an der Küste des Peloponnes in der Region Mani spricht bei seinem Olivenöl von einer „Lebendigen Öl-sozialen Plastik“. Morea-Öle von den ca. 1.000 Olivenbäumen des Geländes werden sortenrein aus Koroneiki-Oliven hergestellt. Seit Anfang 2010 wirtschaftet Morea biologisch-dynamisch und gewinnt sein Olivenöl mit einer der letzten traditionellen Ölmühlen auf dem Peloponnes.

Der ursprüngliche Familienbetrieb ist heute eingegliedert in eine Gemeinschaft, die neben der kollektiven Bewirtschaftung von Mühle und Landwirtschaft vor allem das generationsübergreifende Leben zum Ziel hat. Darüber hinaus bietet Morea Jugendlichen – pädagogisch begleitet – in Krisen für eine bestimmte Zeit einen Entwicklungsraum.

Die reizvolle Gegend des Mani zwischen Meeresküste und Taigetos Gebirge lädt Besucher zum Baden, zu Ausflügen in die antike Geschichte Griechenlands und zum Wandern ein. Im Hochsommer findet ein klassisches Musikfestival statt, und die nahe Hafenstadt Kalamata (nach der die berühmten Oliven benannt sind) bietet reichlich Gelegenheit zum Bummel. Sehenswert ist der Hauptort der westlichen Mani, Areópoli. Das 1.000-Einwohner-Städtchen mit seinen für die Halbinsel typischen Wohntürmen steht komplett unter Denkmalschutz.

Morea (www.morea-oel.de) liefert ab Deutschland direkt zum Verbraucher. Bestellt wird über einen Internetshop.


 

Ikea setzt Klimaschutzmaßnahmen um

(pte) Ikea Österreich hat den Ausstoß von Treibhausgasen in nur drei Jahren um fast 80 Prozent reduziert. Gleichzeitig hat der Möbelhändler den Anteil erneuerbarer Energie von 27 auf 76 Prozent gesteigert. Um dies zu erreichen, hat das Unternehmen als erstes Mitglied der WWF Climate Group kreative Maßnahmen in allen Bereichen für den Klimaschutz umgesetzt. Ikea hatte in den vergangen drei Jahren eine Mio. Euro investiert, um alle Standorte in Österreich an öffentliche Verkehrsmitteln anzubinden. Haltstellen wurden errichtet, Buslinien finanziert und die Betriebszeiten aufgrund der längeren Öffnungszeiten ausgedehnt. An einigen Standorten wurden die Kunden mit Bustickets als Restaurantgutscheine zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel motiviert (trotzdem kommen derzeit nur etwa zehn Prozent öffentlich, mit dem Rad oder zu Fuß zum schwedischen Einrichtungshaus).

Eine ungewöhnliche Lösung fand Ikea in der Verwertung von Speiseresten zur Energiegewinnung. Anstatt 120-Liter-Tonnen Küchenabfälle pro Woche einfach klassisch zu entsorgen, "schluckt" diese der "BioMaster". Ein kleines Gerät verwandelt den Abfall in Biomasse als Rohstoff für Biogasanlagen, die daraus umweltfreundliche Energie gewinnen.

 

Kreativität zur Einsparung des Wasserverbrauchs zeigte Ikea auch am "stillen Örtchen". An mehreren Standorten sind die wasserlosen Herren-Pissoirs installiert. Die neuen Urinale funktionieren mit biologisch abbaubarer Sperrflüssigkeit, die ein geringeres spezifisches Gewicht als Urin hat. Dadurch läuft es direkt durch die Sperrflüssigkeit in die Kanalisation. (11/2010, Foto Daumen: Thommy-Weiss_pixelio.de )


Klima ist heute

(pp).- Das Klima verändert sich schon heute. Sie wissen das, haben ein paar Tausender geerbt oder gespart und möchten das Geld klimaverantwortlich anlegen? Vielleicht möchten Sie ja ganz generell in Zukunft klimabewusster einkaufen, essen oder unterwegs sein? Dann ist der Online-Ratgeber der Verbraucherzentralen eine gute erste Anlaufstelle (www.verbraucherfuersklima.de). Eine zweite, solide Orientierungsmöglichkeit bietet die Verbraucherinitiative. Wer im Suchfeld der Seite www.verbraucher.org das Stichwort „klima" eingibt, erhält zahlreiche Tipps und Anregungen für zukunftsfähiges Handeln und Konsumieren.

 


Die Hühner werden sich freuen

Wenn sich große Firmen bewegen und einen kleinen Schritt tun, dann hat das gleich große Folgen. Ferrero zum Beispiel - mit Süßigkeiten wie Mon Cherie, Überraschungsei oder Milchschnitte auf dem Markt - hat sich kürzlich entschieden, bis Ende 2012 in der Produktion auf Eier aus Käfighaltung zu verzichten. Dies ist der Erfolg der Tierschutzorganisation "Albert Schweizer  Stiftung für unsere Mitwelt". Sie arbeitet mit weiteren 12 Tierschutzorganisationen zusammen, hatte 6.000 Online-Unterschriften gesammelt und zusätzlich intensive Gespräch mit dem Unternehmen geführt. Um sich eine Vorstellung von Ferrero zu machen: Der italienische Süßwarenhersteller produziert weltweit an 15 Produktionsstätten und beschäftigt rund 21.000 Mitarbeiter. Weniger einsichtige Firmen kann man unter HIER nachschauen.

 


Das Heilige heiligt
 

Wie fremd mir das Wort "heilig" doch war. In diesem kleinen Text habe ich es als wertvoll wiederentdeckt:

"Im Glauben an das Heilige als Ganzes nimmt der Einzelne selbst am Heiligen teil. Der Glaube an die Sakralität der Person ist, wie der französische Soziologe Emile Durkheim vor über 100 Jahren erkannt hat, ein Glaube an die Menschenwürde – und also auch ein Glaube an die Menschenrechte.

So könnte man Glauben als moralisch wertvoll, als eine Verheißung des Guten sehen: Der Mensch glaubt, weil er die geistige Fähigkeit hat, Mythen zu kreieren. Und die  Fantasie, Idealzustände zu erschaffen, welche die bestehenden Verhältnisse transzendieren. Die Sehnsucht nach religiösen Erfahrungen wäre die Sehnsucht nach einer Ethik der Würde.

Vielleicht ist die Moral der Menschenrechte die Religion der Spätmoderne. Der Glaube ist die Gabe zur Hoffnung, das die entworfenen Paradiese Wirklichkeit werden können. Die Hoffnung auf eine ideale Ordnung der Welt, die eines Tages kommen wird.

Die Hoffnung auf Frieden. Inneren wie äußeren." (Christian Schüle)

 


Die Tageschance Gegengewicht
 

tageschance.de, die Nachrichtenagentur für ausschließlich gute Nachrichten, will keine heile Welt vorgaukeln, aber „gemeinsam eine Plattform bauen, die die täglichen und wichtigen öffentlich-rechtlichen Nachrichten-Sendungen wie ‚Tagesschau’  und ‚Heute’ um die positiven lokalen und globalen Entwicklungen ergänzt“. Mitmachen kann jeder, jede gute Nachricht, die anderen Menschen zum Guten gereicht, sei es wert, auf der „tageschance“-Seite veröffentlicht zu werden!


Unrealistisch?
 

Wenn eine Raupe an einen bestimmten Punkt ihrer Entwicklung gelangt, beginnt sie übermäßig zu fressen, wird unersättlich und vertilgt alles, was ihr in die Quere kommt. Zur gleichen Zeit werden die "Gestaltgebungszellen" in der Molekularstruktur der Raupe aktiv. Während sie sich also weiter voll frisst, erwachen diese Zellen und nehmen Kontakt zueinander auf. Wenn sich genug von ihnen verbunden haben (und das muss nicht die Mehrheit der Zellen sein), übernehmen sie die Richtung, in die sich die Raupe entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die anderen Zellen zu verwesen und werden zur so genannten Nahrungssuppe – aus der die Gestaltgebungszellen das unvorhersagbare Wunder des Schmetterlings erschaffen.

 

Es könnte gut sein, dass Du zu diesen Gestaltgebungszellen auf diesem Planeten gehörst.

 

Nach Elisabet Sahtouris, Evolutionsbiologin