Willkommen im Bobbyversum
- gurufreie Zone -

Ohne Meditation wäre ich nicht, der ich bin.

Über mich ganz kurz

In der Kindheit hatte ich erste bewegende Kontakte zum "Geheimnis". Meditation begleitet mich seit ca. 45 Jahren. Mein – wohl nie endender – Weg führte mich vom Kopf zur Intuition und dabei von der indianischen Mystik über den Buddhismus und Taoismus hin zur einer lebendig gespürten Kreativität. Sie speist sich aus der Leere, die man auch "Potenzial der Fülle" nennen könnte. Meine Homepage trägt nicht umsonst den Untertitel: "gurufreie Zone". Denn Glaubenssätze sind Hindernisse auf dem Weg ins "Geheimnis" – und zur Liebe.

******************************

Über mich etwas länger

Folgenden fünf Vorsätzen, formuliert von Joanna Macy, fühle ich mich verbunden – auch wenn ich dabei immer wieder strauchele:

1. To commit myself daily to the healing of our world and the welfare of all beings.
2. To live on earth more simply and non-violently in the food, products, energy I consume.
3. To draw strength and guidance from the ancestors, the future beings, the living earth and our brothers and sisters of all species.
4. To support You in Your work for the whole world and to ask for help, when I need it.
5. To make a daily inner practice, which clears the mind, strengthens my heart, and helps me to allow these intentions.

Übersetzt:

1. Jeden Tag aufs Neue widme ich mich der Heilung der Erde und dem Wohl aller Wesen.
2. Ich lebe einfacher und weniger gewaltvoll in meinem Verbrauch von Nahrung, Produkten und Energie.
3. Ich gewinne Kraft und Führung aus der Verbundenheit mit den Ahnen, den zukünftigen Wesen, der lebendigen Erde und unseren Brüdern und Schwestern Mitwesen.
4. Ich unterstütze Dich und Euch in der Arbeit für unsere Welt als Ganzes und ich bitte um Hilfe, wenn ich etwas benötige.
5. Ich übe mich in einer täglichen inneren Praxis, die meinen Geist klärt, mein Herz stärkt und mir hilft, diese Vorsätze wach zu halten.

Hier einige Etappen am Weg:

Beginn mit Meditationsübungen mit 14 Jahren (also vor 42 Jahren) – bodhi-Erlebnis mit 22 Jahren als Student beim Cappucinotrinken – danach verstärkte Beschäftigung mit Meditation – mit 23 Jahren einjähriger Aufenthalt in Schottland, dabei regelmäßige Meditationen allein im Hochland, teilweise als zwei- bis dreitägige Selbstretreats mit Übernachtung im Freien – intensive Beschäftigung, Lernen und praktische Anwendung der Hinweise aus den Schriften von Osho (allerdings nicht dessen dynamische Meditation), Krishnamurti, Paul Brunton, Ayya Khema, Sogyal Rinpoche, Jack Kornfield, Ajahn Brahm, Thich Nhat Hanh, Alan Watts, J. C. Cooper, Enomiya Lassalle, Anna Trökes, Willigis Jäger, Anthony de Mello, Eckhart Tolle, Christian Meyer und Jon Kabat-Zinn. Sie sind meine Lehrer, die immer wieder neu zu mir sprechen.

Meditationsübungen (bevorzugt Meditationen der Stille und der Leere) sind seit vielen Jahren meine selbstverständlichen Begleiter -  2007 und 2008 eigene Meditationskurse im Yoga Haus Würzburg – 2007 und 2008 nächtliche Naturmeditationen bei Holzkirchen gehalten – 2008 und 2009 adventliche Retreats zusammen mit Gerhard Breidenstein organisiert – seit Mai 2009 Anleitung eines kleinen Meditationskreises - 2009 Zen-Kurs in Holzkirchen - Frühling 2010: Beschäftigung mit MBSR- (mind based stress reduction - eine sehr wirkungsvolle Achtsamkeitsmeditation) - seit Januar 2011: zurück zu meinen Wurzeln: Literatur, Lyrik, Kreativität, ein (hoffentlich noch) langer Weg, ein Langer-Weg, der aber bestens zur Meditation passt.

Generell versuche ich, mein Tun, meine Gespräche, mein Denken und Fühlen achtsam zu begleiten. Dass mir das viel zu selten gelingt, nehme ich inzwischen gelassen hin und versuche, am Ball zu bleiben.

 

Der frühe Wunsch, Menschen helfen zu können, ging lange Jahre im Alltag von Sachzwängen und menschlichen Anforderungen unter. Intensive meditative Erfahrungen der letzten Jahre haben diesen Wunsch wieder aufgedeckt. Die einstige jugendliche Vorstellung, à la Ärzte ohne Grenzen Menschen in Not beizustehen, ist dem Wunsch gewichen, Menschen dabei zu unterstützen, auch unter schwierigsten Bedingungen Kraft aus sich selbst zu schöpfen.

Die Jahre haben mir beigebracht, keinen Fundamentalismen mehr aufzusitzen. 2009 habe ich einen Jahreskurs als Trainer für Gewaltfreie Kommunikation absolviert, eine wunderbare Möglichkeit, Menschen mit spirituellen Vorbehalten einen Weg nach innen zu weisen. MBSR scheint mir eine neue und gute Möglichkeit, westliches wissenschaftliches Denken mit östlicher Weisheit zum Wohl der Menschen zu verknüpfen. Ich kann die Methode nur jedem empfehlen, vor allem Menschen, die mit guruorientierter Meditation und Spiritualität wenig anfangen können. Für mich gilt: Ohne Anwendung im Alltag wird Meditation leicht zum spirituellen Ghetto.

weiter mit "Warum ich (k)ein  Bayer bin"