Kräuterwissen

Mir geht es wie den meisten: Einerseits bin ich in manchen Fällen froh, dass es die Schulmedizin gibt, andererseits mag ich nicht deren generelle Verachtung von naturheilkundlichem Wissen. Tatsächlich habe ich schon dreimal am eigenen Leib erlebt, dass die Schulmedizin nicht mehr weiterwusste, aber im einen Fall die Pflanzenheilkunde, in zwei anderen die Homöopathie.

Die Informationen zu den nachfolgend alphabetisch aufgeführten Pflanzen stammen vom Arbeitskreis Kräuterstube Bodensee, sind immer wieder erstaunlich breit recherchiert und mögen zu eigenen Experimenten anregen.

Aus aktuellem Anlass möchte ich die Sammlung der antiviralen Heilpflanzen vorstellen.

Und dazu solche, welche die Lungenfunktion stärken.

Der zu den farnartigen Gewächsen gehörende Ackerschachtelhalm (oder auch Zinnkraut genannt) ist entwicklungsgeschichtlich eine sehr alte Pflanze. D.h. das Pflanzengerüst wird noch mit Hilfe des Kiesels gebildet und nicht mit Hilfe des Kohlenstoffes, wie es die heutigen Pflanzen vorwiegend tun … weiterlesen

Die Beschreibung auf Wikipedia

Bestäubt wird Ackersenf vor allem von Käfern und Fliegen, weniger von Bienen und Hummeln.
Die Samen des Ackersenfs kann man ähnlich benutzen wie echte Senfsamen, beispielsweise als Gewürz und im Wildsalat und äußerlich als hautreizendes Pflaster anwenden … weiterlesen

In Zentralasien, seiner Urheimat, war und ist der Alant eine sehr geschätzte Heilpflanze. Hsün Fu Hua nennen ihn die
Chinesen und bringt nach fernöstlicher Anschauung das Blut in Bewegung, behebt Stauungen, löst hartnäckigen
Schleim und heilt als Salbe Muskelrisse und Brüche … weiterlesen

Bereits 1500 v.Chr. wird Anis im „Papyrus Ebers“, einer der großen Rezeptsammlungen der alt-ägyptischen Medizin, als Heilmittel gegen eine Vielzahl von Erkrankungen empfohlen. Dioskurides, Verfasser des bedeutendsten pharmakologischen Werkes der Antike, setzt die Pflanze sowohl als Gegengift bei Schlangenbissen wie auch als Mittel bei Husten ein … weiterlesen

Die Aronia stammt aus dem östlichen Nordamerika, sie ist bei uns relativ unbekannt. Es ist ein Strauch, der wegen seiner Blüten und Früchte als Zierstrauch genutzt werden kann. Er machte in den letzten Jahren vorrangig wegen seiner Bedeutung zur Krebsprophylaxe von sich reden. Er ist fast ein Wunderstrauch, sehr vitaminreich, besitzt vor allem viel Folsäure und Mineralstoffe wie Eisen und Jod … weiterlesen

Die Anwendung von Augentrost bei Augenkrankheiten beruht zum Teil auf der Signaturenlehre, also der Vorstellung, dass man vom Aussehen der Pflanze auf ihre Heilwirkung schließen kann … weiterlesen

Durch die Sonneneinstrahlung bzw. der Photosynthese ist Bärlauch als mitteleuropäische Pflanze dem Knoblauch vorzuziehen. Außerdem wird Bärlauch eine große Heilwirkung nachgesagt. Pfarrer Künzel schrieb: „Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch!“ … weiterlesen

Sagen und Geschichten: Trägt man die Zweige der Heilpflanze an seinem Körper, dann vertreibt das Geister und Gespenster. Speziell die Indianer Amerikas kannten die Verwendung als Rauchwerk, es sollte durch die Inhalation die Wahrnehmung übersinnlicher Dinge erleichtern. Die Indianer trugen zudem kleine Beutel mit Bärentraube, da sie daran glaubten, dass die vor den bösen Geistern schützen würde … weiterlesen

Der Pflanzenname erschien erstmals im 12. Jahrhundert, als „Berwurtz“, möglicherweise so entstanden wegen der heilsamen Wirkung bei Krank-heiten der Gebärmutter (Gebärmutterwurz) … weiterlesen

Basilikum kann als Heilpflanze sehr vielseitig eingesetzt werden.
Basilikum wirkt antibakteriell und kann auch vor Krankheitserregern schützen, die bereits gegen Antibiotika resistent sind.
Basilikum kann Schäden, die durch freie Radikale entstehen, vorbeugen … weiterlesen

Artemis, als Muttergöttin, Schutzherrin der Kräuterheilkundigen, wurde um Hilfe bei Geburten angerufen, und hier finden wir den ersten Hinweis auf die Heilkräfte des Beifuß, denn das Kraut galt als Pflanze der Göttin, hilfreich bei Frauenkrankheiten … weiterlesen

Die hauptsächliche Wirkung von Beinwell beruht auf dem in allen Pflanzenteilen enthaltenen Allantoin. Allantoin ist ein Stoffwechselprodukt mit wundheilender und zellregenerierender Wirkung. Obwohl Allantoin auch synthetisch hergestellt wird, sind wahre Kräuterhexen überzeugt, dass die Wirkung des in Beinwell natürlich vorkommenden Allantoins im Zusammenspiel mit den enthaltenen Pflanzenstoffen jedem synthetischen Einzelprodukt überlegen ist … weiterlesen

Die Früchte der Berberitze haben völlig andere Heilwirkungen als die Rinde der Wurzel. Man könnte fast meinen, dass es sich um zwei unterschiedliche Heilpflanzen handelt. Die Wurzelrinde stärkt die Galle und die anderen Verdauungsorgane, die säuerlichen Früchte spenden Vitamine und werden gerne für Marmeladen verwendet … weiterlesen

Dank seiner schleimlösenden, adstringierenden, tonisierenden und schweißtreibenden Eigenschaften kann man das einjährige Berufkraut gegen die ganze Palette der Erkältungskrankheiten einsetzen. Außerdem wirkt er Fieber entgegen … weiterlesen

Die Blätter des Borretschs riechen und schmecken gurkenähnlich. Sie können Salaten beigegeben werden und verfeinern Dips und Kräuterbutter.

Schon vor 500 Jahren wurde die Pflanze erstmalig erwähnt. Es ist überliefert, dass man den Borretsch in Wein eingelegt hat. Trinkt man den Wein, vertreibt er trübe Gedanken und Trauer und fördert die Lust auf Sex. Aber auch Hildegard von Bingen, hat ihn in Ihren Rezepten erwähnt … weiterlesen

Der Brahmi ist eine in der ayurvedischen Medizin seit langem genutzte Pflanze. Sie wird dort traditionell gegen eine Reihe von Beschwerden wie Angst, Vergesslichkeit und kognitive Störungen und vor allem zur Intelligenzsteigerung sowie zur allgemeinen Verbesserung der Gedächtnisleistung von Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis verwendet … weiterlesen

Die Brennnessel ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper austreibt. Wenn die Menschen wüssten wie heilkräftig sie ist, würden viele auch Brennnessel im Kräutergarten anbauen. Die Brennnessel ist von der Wurzel über Stängel und Blätter bis zur Blüte heilkräftig … weiterlesen

Die Chanca piedra ist eine vollständige und natürliche Behandlung zur Prävention und Behandlung von Steinen im gesamten
urologischen System. Die Steine können in den Harnwegen überall auftreten und verursachen Verstopfung, Schmerzen,
Koliken, Entzündungen und sekundären Infektionen … weiterlesen

Bei den heilsamen Wirkstoffen des Eibisch handelt es sich – im Gegensatz zu vielen anderen Heilpflanzen – nicht um ätherische Öle oder Gerb- oder Bitterstoffe, sondern um Polysaccharide und andere Schleimstoffe. Blüten und Blätter enthalten 5-10% dieser heilsamen Substanz. Noch besser geeignet sind allerdings die Wurzeln – in ihnen findet man sogar 10-20% Schleimstoffe … weiterlesen

Engelwurz als Kulturpflanze im späten Mittelalter zunächst in den Klostergärten auf. Seit dem 15. Jahrhundert erfreute sie sich in Europa großer Beliebtheit und wurde als das wichtigste aller Heilkräuter eingestuft. Die Benediktiner und später die Kartäuser nahmen sich der Engelwurz besonders an. Während den Pestepidemien kauten Ärzte auf der Wurzel, um sich vor Ansteckung zu schützen … weiterlesen

Frauenmantel

Der heilkräftige Enzian ist nicht der viel besungene blaue Enzian, sondern der gelbe Enzian “Gentiana Lutea” – nicht zu verwechseln mit dem ähnlichen Germer (Veratrum album), der grüne Blüten und wechselständige Blätter hat. Den Namen Gentiana hat der Enzian angeblich nach dem illyrischen König Gentius, der im 2. Jh. v. Chr. den medizinischen Wert als Heilmittel erkannte … Weiterlesen

Fenchel ist eines der ältesten Gewürze der Welt und wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2009 gekürt. Welche Wertschätzung der Pflanze seit Jahrtausenden entgegengebracht wird, lässt sich daran erkennen, dass sie sogar schon auf den berühmten Keilschrifttafeln von Nippur (4 Jahrtausend vor Christus) Erwähnung findet. Medizinisch verwendet wird nur der bittere Fenchel. Hildegard von Bingen verwendete ihn zum Beispiel bei Melancholie, heute Depression genannt … weiterlesen

Es gibt kaum einen Bereich des Körpers, auf den der Frauenmantel nicht wohltuend einwirken kann. Zumindest sagt das die Volksheilkunde. Das liegt wohl an seinen Pflanzenhormonen, die dem weiblichen Progesteron ähneln. Dadurch kann der Frauenmantel Mangelzustände ausgleichen, die zu prämenstruellen Störungen und zu Wechseljahrsbeschwerden führen. Zudem wirkt der Frauenmantel entkrampfend, was auch sehr günstig für die Gebärmutter ist … weiterlesen

Das Gänsefingerkraut ist in den Kräuterschriften der Antike nicht zu finden. Das liegt wohl daran, dass es keine typische Mittelmeerpflanze ist, sondern seine Heimat in Mittel- und Nordeuropa hat. Erst im 15. Jahrhundert n.Chr. wird das Gänsefingerkraut in einem Kräuterbuch von Peter Schöffer erwähnt. Pfarrer Kneipp hat das Gänsefingerkraut aus dem alten Gedächtnis der Volksheilkunde erweckt. Er hat es an sich und seinen Patienten erprobt und als krampfstillendes Mittel sehr gelobt … weiterlesen

Der Giersch hat einige sehr giftige Doppelgänger, wie z.B. den Schierling oder der Wiesen-Bärenklau. Wildpflanzensammler sollten darauf achten, dass der Blattstiel des Giersch im Querschnitt dreieckig ist, da es keinen giftigen Doppelgänger mit dreieckigem Blattstiel gibt.

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Er ist sehr unempfindlich gegenüber Luftschadstoffen und eignet sich deshalb sehr gut als Straßen- und Parkbaum. Des Weiteren ist er weitgehend resistent gegen Insektenfraß sowie von Pilzen, Bakterien und Viren ausgelöste Krankheiten, erträgt Temperaturen von bis zu −30 C und wächst sowohl auf sauren wie alkalischen Böden, wobei bei ersteren meist ein schlechteres Wachstum zu erkennen ist. Sehr nasse aber auch übermäßig trockene Böden werden dagegen nicht toleriert.

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Goji-Beeren gehören wie Kartoffeln, Tomaten und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse. Im Gegensatz zu Letzteren jedoch ist der Goji-Busch winterhart und kann daher auch in mittel-europäischen Gefilden gepflanzt werden.

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In der Naturheilkunde gilt die Goldrute als eines der besten organ-spezifischen Nierenmittel. Ähnlich wie die Brennnessel wirkt auch die Goldrute harntreibend, krampflösend und entzündungshemmend. Sie wird daher bei Harnwegsentzündungen und -infekten eingesetzt …

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Gotu Kola ist eine Heilpflanze, die seit Jahrtausenden innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin und der indischen Ayurveda-Medizin erfolgreich Anwendung findet.

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Der Kriechende Günsel wird seit dem frühen Mittelalter etwa bei Hildegard von Bingen genannt. Volksmedizinisch gebrauchte man den Günsel als Blutreiniger und Eitermittel sowie als Zugpflaster, um Splitter aus der Haut zu holen. Verwechslungsmöglichkeit, besteht mit dem Gundermann, der kleinen Braunelle und dem Wiesensalbei, die auch essbar sind.

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Als Bachblüte “Wild Rose” ist die Heckenrose ein Mittel für Unternehmungslust und Lebensinteresse. Es wirkt Antriebslosigkeit und Resignation entgegen und ist hilfreich in der Rekonvaleszenz.
Hagebutten sammelt man im Oktober oder November.

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Der Name Hamamelis setzt sich aus dem griechischen hama (gleichzeitig) und melon (Apfel, Frucht) zusammen. Die Hamamelis, auch virginische Zaubernuss genannt, öffnet ihre Büschelblüten schon im Januar oder Februar, wenn andere Pflanzen noch tief in der Winterruhe liegen.

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