Nicht nur der Tugend willen

Der Jakobsweg mal ganz anders Einen Minivorspann muss ich schreiben: Das Wort „Wallfahrt“ kennen die meisten Deutschen, das Verb „wallen“ nur wenige. Das ist es nämlich, was Wallfahrer tun. Auch Hermann Hesse war ein gelegentlich Wallender und hat sogar ein Wallfahrer-Lied gedichtet, in dem diese zwei Zeilen vorkommen: „Wer nur der Tugend willen wallt,/ kennt

2026-09-13T10:21:14+02:00

Aufbruch ins Kriegersein

Eine unbekannte Resilienz- und Überlebensstragie Würdest du deine Mutter verteidigen, wenn’s drauf ankommt? Wenn man ihr an die Gurgel geht? Aber warum tust du’s nicht? Oder ist die Erde nicht deine Mutter? Vermutlich geht es dir wie mir: Wir haben das Kriegersein verlernt; wir weinen kaum noch, und wir wehren uns nicht. Trotzdem: Meine Hoffnung

2026-08-21T14:36:15+02:00

Die Lebensmitte

von Wolf Schneider Als ich ungefähr zwanzig Jahre alt war, dachte ich: "Das Leben kommt erst noch. Was ich jetzt erlebe, ist die Vorbereitung auf das richtige Leben." Bis mir bei einem Satz von Kurt Tucholsky dämmerte, dass das ein Irrtum war, ein Aufschieben auf später. »Erwarte nichts: Heute, das ist dein Leben«, diese Einsicht

2026-06-20T17:14:42+02:00

Dauer-Kokon oder Schmetterling?

WO SIND DIE, DIE SICH FÜR „AUFGEWACHT“ HALTEN? – EINE NOTWENDIGE KLARSTELLUNG Wo seid ihr, die ihr seit Jahren alles „durchschaut“? Die Narrative erkennt, Medien kritisiert, Systeme analysiert, Manipulation entlarvt? Wo ist eure Struktur? Wo ist eure Belastbarkeit? Wo ist eure Konsequenz, wenn niemand applaudiert? Es ist leicht, Informationen zu sammeln. Es ist leicht, Missstände

2026-02-24T13:38:21+01:00

Der Weg

„Der Weg lehrt uns, tiefe Werte zu schätzen, die eines dauerhaften Engagements würdig sind, wertvolle Jahre oder sogar Jahrzehnte „verzögerter Befriedigung“ auszuhalten. Wir handeln nach diesen Werten und bewahren sie im Laufe der Zeit ... Der Weg hat nicht nur kein Ende – er beginnt mit jedem neuen Atemzug erneut. Und es ist unser menschlicher

2025-11-26T16:55:28+01:00

Eine Reise zur Wiederkehr

Während einer Meditation kam kürzlich dieses Bild: Ich rudere als Boot über die Gewässer des Lebens. Jeder Atemzug ist ein Ruderschlag, der mich ein Stück weiterträgt, und dieses „Weiter“ kann alles sein: vorwärts, seitwärts, höher, tiefer … nur stehenbleiben ist nicht möglich, aber die Richtung ist ungewiss. Gleichgültig, ob die Wasser aufgewühlt sind oder ruhig,

2025-09-16T12:26:56+02:00

Blühend ist mein Baum

Am Anfang dieses Essays stand ein verblüffender Verschreiber. Ich hatte anstatt „Blühend ist mein Baum“ „Brühend ist mein Baum“ getippt. Nachzuvollziehen ist dieser Fehler allenfalls, weil sowohl das B wie auch das R der Tastatur in Zeigefingernähe liegen. Allerdings wird das R mit dem Mittelfinger geschrieben. Was (oder wer?) mich da wohl geritten hat? Verdächtig.

2025-04-12T08:53:13+02:00

Nicht kämpfen für mein Land

Heute hatte ich mit einer Neuerscheinung des Suhrkamp Verlags zu tun: „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde – Gegen die Kriegstüchtigkeit“ von Ole Nymoen. Und beinahe zwangsläufig – schlimm, dass sich auch mir bereits ein solche Frage stellt – überlegte ich: Und du? Würdest du denn kämpfen für dein Land? Und wie „aus

2025-03-16T17:06:11+01:00
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