Während einer Meditation kam kürzlich dieses Bild:

Ich rudere als Boot über die Gewässer des Lebens. Jeder Atemzug ist ein Ruderschlag, der mich ein Stück weiterträgt, und dieses „Weiter“ kann alles sein: vorwärts, seitwärts, höher, tiefer … nur stehenbleiben ist nicht möglich, aber die Richtung ist ungewiss. Gleichgültig, ob die Wasser aufgewühlt sind oder ruhig, ob sie mein Boot behelligen oder unbehelligt lassen, meine Ruderschläge tragen mich zuverlässig über alle Wellen der Furcht und der Hoffnung, der Lust und des Abscheus, des Glücks und des Unglücks weiter und weiter, fort und fort. Ich weine und ich lache und lasse doch die Ruder nicht los. Meine Ruderschläge tragen mich in all diese Fährnisse hinein, aber auch darüber hinaus. Eines Tages erkenne ich, dass ich, ohne es geahnt zu haben, doch einer Richtung folgte: der hin zum anderen Ufer des Styx. Dort werde ich aussteigen; noch wird der Boden unter meinen Füßen wanken, aber bald schon genieße ich die feste Erde der Ewigkeit.