Eine Reise zur Wiederkehr

Während einer Meditation kam kürzlich dieses Bild: Ich rudere als Boot über die Gewässer des Lebens. Jeder Atemzug ist ein Ruderschlag, der mich ein Stück weiterträgt, und dieses „Weiter“ kann alles sein: vorwärts, seitwärts, höher, tiefer … nur stehenbleiben ist nicht möglich, aber die Richtung ist ungewiss. Gleichgültig, ob die Wasser aufgewühlt sind oder ruhig,

2025-09-16T12:26:56+02:00

Blühend ist mein Baum

Am Anfang dieses Essays stand ein verblüffender Verschreiber. Ich hatte anstatt „Blühend ist mein Baum“ „Brühend ist mein Baum“ getippt. Nachzuvollziehen ist dieser Fehler allenfalls, weil sowohl das B wie auch das R der Tastatur in Zeigefingernähe liegen. Allerdings wird das R mit dem Mittelfinger geschrieben. Was (oder wer?) mich da wohl geritten hat? Verdächtig.

2025-04-12T08:53:13+02:00

Nicht kämpfen für mein Land

Heute hatte ich mit einer Neuerscheinung des Suhrkamp Verlags zu tun: „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde – Gegen die Kriegstüchtigkeit“ von Ole Nymoen. Und beinahe zwangsläufig – schlimm, dass sich auch mir bereits ein solche Frage stellt – überlegte ich: Und du? Würdest du denn kämpfen für dein Land? Und wie „aus

2025-03-16T17:06:11+01:00

Über die Künstler und die andern

Über die Künstler und die andern Auszug von Peter Rühmkorf (zu finden in: Sämtliche Werke 1/9 Essays und Monographien 1. Schriften zur Poetik, Wallstein Verlag, ISBN 978-3-8353-5385-5) Welche Kraft und Wucht und Wahrheit: "Wir wenigen haben noch wilde Hirne, reissende, urwaldwilde Hirntiere. Keine gezähmten Mollusken, nicht diese Schneckenwesen mit dem einzigen Vermögen, über den Frass

2025-02-11T11:19:34+01:00

Mallorca: 31.12.2024-2.1.2025

31. Dezember 2024 Es war ein guter Tag; habe lang, rund fünf Stunden, an der Autobiografie geschrieben und bin dann schließlich in die deutsche Bar gegangen (die um 22 Uhr aufgemacht hat), ca. 7 Minuten von hier zu Fuß. Ich bin völlig allein auf den Straßen bis dort, nur ein paar Schmucklichter an den Häusern

2025-01-02T22:21:29+01:00

Die abgewandte Seite des Mondes

Was hat der Mensch nicht alles im Mond gesehen, den Mann natürlich, die Krater nie, allenfalls Meere, den Jadehasen im Osten, ein Kaninchen in Lateinamerika, aber auch ein Krokodil, und – ungewöhnlich genug – eine Frau mit einem Reisigbündel auf dem Rücken. Über die Vorderseite des Mondes haben wir Jahrtausende philosophiert, Verse geschmiedet, Lieder gesungen,

2024-07-24T13:06:01+02:00

Dankbar

Schon in ihrer oberflächlichsten Form ist Dankbarkeit schön. Und gut. Sie hebt die Grenzen auf zwischen dir und mir, zwischen mir und den Dingen, erlaubt mir, die Umwelt als Mitwelt zu erleben. Im Mindesten verwandelt sie die Grenzen, innenräumlich wie innenzeitlich, in Grenzräume und macht sie damit gangbar und durchlässig. Auf einer noch tieferen und

2024-04-19T12:12:41+02:00

Guatemala – 28.11.-2.12.

28. November Mein letzter Tag am Lago. Wenn ich wollte, könnte ich jetzt in melancholischen Gedanken baden. Will ich aber nicht. Ich hoffe sehr, dass ich das Roman-Projekt als Priorität mit heimbringe und angemessen daran weiterarbeiten werde. Zur Erfolgsgeschichte dieser fünf Wochen gehört, dass ich meinen E-Mail-Verkehr um 90 Prozent einschränken konnte. Was auch bedeutet,

2023-12-03T17:29:31+01:00

Guatemala – 12.-14. November

12. November War wieder auf meiner Kaffee&Kuchen-Tour in Philips Bäckerei. Diesmal war der Kuchen ein süßes Hörnchen, in Würzburg würde man es Kissinger nennen. Selten gut. Dazu wieder in meinen „Zimtläden“ gelesen, etwas Gemüse und Milch eingekauft. Nach Inges Longshirt geschaut und vermutlich auch was gefunden. Außerdem eine wunderschöne Tasche, in die evtl. ihr Klarinettenkoffer

2023-11-15T04:05:37+01:00
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