Vergiss die Gurus

Vergiss die Gurus. Sie können dir nicht mehr geben, als du in dir trägst. Alles, was du brauchst, um dein ganz eigenes Leben zu führen, hast du in dir. Als ich etwas in dieser Art vor vielen Jahren gelesen habe, fragte ich mich: "Schön und gut, mag ja sein, aber wenn ich keinen Zugriff darauf

Wer sind wir?

Vom Christentum mag man halten, was man will, aber es hat Sätze geprägt, die bleiben. Dazu gehört für mich unbedingt der Satz: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Der lässt sich zum besseren Verständnis in sein Gegenteil wenden: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder angetan habt, das habt

Wo ist die neue Weiße Rose?

Am 9. Mai, zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl, habe ich mir überlegt: Wie würde sie heute ihrem Gewissen folgen? Und, so unfassbar es auch in meinen Ohren (zunächst) klingt: Wir müssen die Verbrechen der Nazis relativieren. Nicht um sie zu verharmlosen, sondern damit wir sie nicht für das Nonplusultra halten. Es geht noch mehr.

Der bessere Kapitän

Was kannst du tun, um die "Insel der Hoffnung" zu erreichen? Musst du dazu besser werden? Musst du sein wie die anderen oder gar noch besser? Musst du dich vergleichen? Heute habe ich einen Essay von mir im Netz gefunden, der da schon eine Weile steht und der auf diese Fragen ein paar Antworten versucht.

Auch ich bin ein pfadloses Land

Als ich vor vielen Jahren Krishnamurtis Satz las „Die Wahrheit ist ein pfadloses Land“, ahnte ich nicht, dass auch ich damit gemeint sein könnte. Nicht, weil ich mich für die Wahrheit hielte, sondern weil ich irgendwann an den Punkt kam zu fragen, „Wer ist das: Ich?“ Als Antwort lag es nahe, nach „jemand“ zu suchen,

Von Fliegen und Gänseblümchen

Von Fliegen und Gänseblümchen Die meisten Menschen, die ich kenne, töten ungern Fliegen. Und sie treten ungern gezielt auf ein Gänseblümchen, das eben aus dem Gras sein Köpfchen erhebt. Warum ist das so? Warum steigt unsere Tötungshemmung mit der zunehmenden Unschuld des potenziellen Opfers? Warum gilt es als Kriegsverbrechen, Kinder zu töten, nicht aber deren

Wild und frei sein für einander

Wild und frei sein für einander Ach, was wir alles haben möchten. Die ungeteilte Aufmerksamkeit, die Wahrheit, das Rechthaben, die Sicherheit, die Zuwendung, das Verzeihen, den Respekt, die Liebe … Geben wir das alles auch? Nicht ist sicher. Wirklich nichts. Insbesondere jene Menschen, die das „panta rhei“ (alles fließt) gelegentlich effekthalber ins Gespräch streuen, hüten

Verletzt statt gekränkt

Irgendwann begann es, irgendwann sagte jemand: „Du hast mich verletzt.“ Nicht unbedingt zu mir, sondern zu sonst jemandem. Das ist vielleicht 15 Jahre her, vielleicht auch 25, sicher aber keine 40. In meiner Jugend und während meiner Studentenzeit existierte der Satz nicht; jedenfalls nicht in meinem Umfeld. Als ich damals mit einer meiner großen Lieben

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