Die Lebensmitte

von Wolf Schneider Als ich ungefähr zwanzig Jahre alt war, dachte ich: "Das Leben kommt erst noch. Was ich jetzt erlebe, ist die Vorbereitung auf das richtige Leben." Bis mir bei einem Satz von Kurt Tucholsky dämmerte, dass das ein Irrtum war, ein Aufschieben auf später. »Erwarte nichts: Heute, das ist dein Leben«, diese Einsicht

2026-06-20T17:14:42+02:00

Tagebuch Guatemala 23. Januar – 6. Februar

4. Februar So langsam könnte ich es hier aushalten. Dabei geht’s in fünf Tagen schon wieder nach Hause. Tatsächlich ist es ein seltsames Gefühlsgemenge: Einerseits freue ich mich auf zu Hause, andererseits keimt Wehmut auf beim Gedanken, hier wegzugehen. Meine letzten Tagebuch-Einträge sind 'ne Ewigkeit her; unmöglich, das alles nachzuholen (und will ich auch keinem

2026-02-07T03:40:55+01:00

Tagebuch-Guatemala 2025/26_2.-6. Dezember

2. Dezember Dass Ursl mich nach Frankfurt begleitet hat, war natürlich eine feine Sache, ein fließender Übergangen vom Zu-Hause-Sein zum Unterwegs-Sein. Der Flug hat diesmal weit besser geflutscht als letztes Mal, wenn man mal von dem um 30 Minuten verspäteten Abflug absieht. Links neben mir saß ein Ingenieur, der „rüberflog“, um einem Aluminium-Walzwerk bei

2025-12-07T03:39:05+01:00

Über die Künstler und die andern

Über die Künstler und die andern Auszug von Peter Rühmkorf (zu finden in: Sämtliche Werke 1/9 Essays und Monographien 1. Schriften zur Poetik, Wallstein Verlag, ISBN 978-3-8353-5385-5) Welche Kraft und Wucht und Wahrheit: "Wir wenigen haben noch wilde Hirne, reissende, urwaldwilde Hirntiere. Keine gezähmten Mollusken, nicht diese Schneckenwesen mit dem einzigen Vermögen, über den Frass

2025-02-11T11:19:34+01:00
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